2Box drumIt Five Mk II


In Switzerland available now - march 2020!





Brand new 2Box drumIt Five Mk II


Play any pad of your choice
The original DrumIt concept was a truly ground breaking and new sensation in electronic drums when introduced. We are now taking this technology one step further and present the DrumIt Three module with Open Sound Architecture and Universal Trigger Interface. Based on the same technology as the DrumIt Five we have now added the Universal Trigger Interface allowing the user to connect any kind of pad/trigger to the module*. The new DrumIt Five MKII comply with all popular major drum pad manufacturers’ pads, including cymbals and hi-hats.


Open Sound Architecture
Enter the world of DrumIt sounds to enjoy the real playing feel, the expressive dynamics and the superior sound quality. Update your old e-drum kit with modern sounds. Be amazed to suddenly being able to play buzz rolls and crescendo cymbals closer to the real thing than you could imagine possible. But it is! Our sound library holds tons of multilayered sounds recorded in top studios and carefully edited. As the sounds consist of many velocity layers, the gradual change between faint and hard hits is faithfully reproduced. Our PC Editor for Windows and MAC offers the possibility to create new sounds and loops from Wave files, convert them to our sound format and download them into the Module via USB.


Save time and money
The DrumIt Five MKII is a price-worthy and cost-effective alternative to update your current e-drum kit. You can use the e-drum kit hardware you already have. Connect the module, tune in the trigger settings to your particular pad system and off you go, it’s as simple as that. Boost your acoustic kit and enjoy the best of two worlds Use the DrumIt Five MKII with the TrigIt triggers to turn your acoustic kit into a hybrid drum set. Mount the acoustic triggers to your existing acoustic drums and maximize your sound with a combination of acoustic and sampled sounds powered by the DrumIt sound module. For muted acoustic sound, use the triggers with silent heads. The Open Sound Architecture allows you to record your acoustic drums, sample them and trigger them from the module.


Play the sounds of famous drummers
The DrumIt Five MKII comes with stock sounds of Randy Black, Marco Minneman and Simon Phillips. If that is not enough for you there are plenty more sounds to be downloaded here.


Use other sound sources – Your sound possibilities are endless

Third party software allows you to convert sounds from famous drum sound libraries and play those sounds in your DrumIt Five MKII sound module instead of triggering sounds via MIDI to a PC. By playing the sounds from the module you will not experience any latency and time consuming
compatibility issues. As the sounds are moved into the module, the playing feel is superior with ultra low latency and a great dynamic range.


Be in control
The Universal Trigger Interface of the DrumIt Five MKII allows the user to control functions for a trigger. For example, start and stop loops and/or Metronome by hitting a pad or change Kit up and down by hitting 2 pads.




2Box first steps starts 2008


after 30 years


Clavia's ddrum and Nordstuff



elektronisches Schlagzeug

Was ist ein elektronisches Schlagzeug? Electronic Drums – kurz E-Drums – ist der gängige Begriff für jede Art von elektronischen Schlaginstrumenten. Seit seinen Anfängen in den 70er Jahren hat dieser Bereich enorme Wandel durchgemacht – dies betrifft nicht nur Produkte und Technologien, sondern auch die Akzeptanz durch Drummer und andere Musiker, Produzenten etc.



Bevor wir uns mit den Einzelheiten und Arten von elektronischen Schlagzeugen auseinander setzen, nehmen wir uns Zeit für eine kurze Reise durch die Geschichte!

Es war einmal ein elektronisches Schlagzeug…

Die ersten E-Drum-Systeme, wie z. B. die legendären „Syndrums“ oder die „Moog-Drum“, basierten auf einfacher analoger Synthese als Klangerzeugung, mit stimmbaren Oszillatoren, Hüllkurven, Rauschgeneratoren und LFOs – genauso wie die ersten analogen Synthesizer. In mancher Hinsicht waren sie sogar einigen modernen Systemen überlegen, vor allem aus kreativen Gesichtspunkten.

Diese ersten Systeme eines elektronischen Schlagzeugs ermöglichten experimentierfreudigen Schlagwerkern nicht nur das Nachahmen von Drum- und Percussion-Sounds, sondern auch das Erfinden ganz neuer Klänge. Es war damals sogar schon möglich, Tonhöhe und andere Parameter durch Anschlagstärke zu beeinflussen.

Zum Auslösen der Sounds dienten Vorreiter der heutigen Pads: relativ kleine, flache „Kessel“ mit Fellen, darunter Piezo-Tonabnehmer, die Impulse an die klangerzeugende Elektronik sendeten. Diese (analoge) Basis-Technologie wurde in den 80er Jahren weiter entwickelt, wobei der Trend, getrieben vor allem von Dave Simmons, eindeutig weg vom „Synthesizer für Schlagwerker“ und hin zum „Drumset-Gedanken“ verlief.

So kamen wir zum Simmons-Klassiker SDS V. Einige Hersteller folgten mit ähnlichen Systemen, denn der Markt schien angebissen zu haben. E-Drums wurden immer häufiger eingesetzt, jedoch meist als Effekt oder Ergänzung, bei Overdubs im Studio, aber auch immer häufiger live on stage, als Ergänzung des akustischen Drumsets oder von diesem getriggert.

Trotz einiger klanglicher und auch praktischer Vorteile gegenüber akustischen Drums wurde das elektronische Schlagzeug allerdings nur in wenigen Kreisen als ernst zu nehmende Alternative angesehen. Das Ganze wurde auch noch durch die steigende Qualität und Popularität der Drum-Computer verkompliziert – die Geschichte, Entwicklung und Auswirkungen von E-Drums und Drum-Maschinen sind eng miteinander verknüpft.

E-Drums blieben ziemlich lange bei analoger Synthese kleben – aus kreativer Sicht vielleicht vorteilhaft, aber nicht gerade „realistisch“. Die Pads – meistens zu hart, zu laut und schlecht spielbar – sowie beschränkte Dynamik stellten weitere Hürden dar. Die erste bedeutende Wende in der E-Drum Technologie wurde Mitte der 80er Jahre losgetreten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Samples oder digitale Klangerzeugung Besitzern der wenigen, noch sehr teuren Sampler bzw. der ersten digitalen Drum-Maschinen vorbehalten.

Letztere hatten bereits Einzug in den Studios gemacht und angefangen, professionellen Drummern das Leben zu erschweren. Simmons brachte mit dem SDS 7 das erste E-Drum-System mit digitaler Klangerzeugung auf den Markt, und Clavia Digital stellte das erste ddrum vor, eine kleine Metallkiste mit Gummi-Pad oben drauf, Digital Percussion Plate (DPP1) genannt. Es spielte 8-bit Samples ab und wies eine für damalige Verhältnisse enorme Klangqualität und Dynamik auf.

Innerhalb eines Jahres hat Clavia nicht nur dieses Produkt verbessert, unter anderem durch einen Sound Cartridge-Schacht, sondern auch Pads mit echten Fellen und Spannreifen sowie ein erweiterbares Modulsystem eingeführt. Und auch in Deutschland gab es eine interessante Entwicklung der Firma Jellinghaus mit der nur in sehr kleinen Stückzahlen gefertigten DPU (Digital Percussion Unit), die dann leider über legendären Kultstatus nicht hinauskam. Mit den neuen digitalen E-Drums konnten nun Samples auch von Drummern/Percussionisten gespielt werden!

Hiermit fing die ganze Geschichte an, auch für viele Skeptiker interessant zu werden, denn die digitale Klangerzeugung ermöglichte einen bisher unerreichten Realismus. Im Falle der ddrums wurde dies tatkräftig durch die neuen Pads unterstützt, die sich wesentlich besser, dynamischer und natürlicher spielen ließen als die „alten Bretter“. Andere Hersteller zogen nach, die Entwicklung in der Digitaltechnik beschleunigte sich. Nach der Einführung von MIDI dauerte es nicht lange, bis man Synthesizer, Sampler, Sequencer, Drum-Computer und elektronisches Schlagzeug miteinander sowie mit PCs verkoppeln konnte.

So wuchsen die Einsatzmöglichkeiten und damit das Interesse, die Akzeptanz und auch die Ansprüche an das elektronische Schlagzeug. E-Drums wurden erwachsener und flexibler, zum Teil auch komplexer. Das Treiben im digitalen Sektor brachte ein paar sehr interessante Systeme hervor, mit denen man seine Sounds selber sampeln und/oder sehr flexibel bearbeiten konnte, z. B. das Simmons SDX, fast schon eine komplette DAW (Digital Audio Workstation) für Drummer und 1988 seiner Zeit weit voraus. Oder etwas kleiner, aber doch recht fein, das Dynacord ADD-one.

Diese Systeme standen zwar in einigen Studios, waren aber anhand ihrer Preise und ihrer Komplexität eher die Spielzeuge der besser betuchten Keyboarder und Produzenten als „E-Drums für Drummer“. Etwas anders das elektronische Schlagzeug ddrum 3, das auch enorme Flexibilität aufwies, aber in typischer Clavia-Manier schon etwas drummerorientierter war, ebenso das Dynacord Add-two. Clavia ging mit dem Nachfolger ddrum4 noch einfachere Wege.

Mit der Zeit erkannten die Hersteller, dass sie ihre E-Drum-Produkte einerseits der neuen Art des Musikmachens, andererseits aber den Drummern – und ihren Geldbeuteln – besser anpassen mussten. In den späten 80er Jahren präsentierte Roland mit dem Octapad den ersten reinen MIDI-Controller für Percussionisten mit acht integrierten Pads.

Andere Hersteller brachten kompakte Drumsound-Module, MIDI-/Trigger-Interfaces etc. heraus, darunter drumKAT mit einem Multipad-Controller, der sich schnell als weltweiter Studiostandard etablieren konnte. In den frühen Neunziger Jahren führte Roland das SPD-11 ein, praktisch ein Octapad mit integrierten Sounds und Effekten. 1997 überraschte Roland dann wieder mit dem TD-10 V-Drum-System, das zwar wieder eindeutig in Richtung „Drumset“ ging, aber einige deutliche Fortschritte bezüglich Realismus, Dynamik und Spielgefühl (Pads mit MESH-Heads!) sowie Klangformungsmöglichkeiten aufwies und schon ins „Modeling“-Spielfeld eintauchte.

Anfang des neuen Jahrtausends standen mit Rolands TD-10/TDW-1 und Yamahas DTXtreme sehr interessante High-End-Produkte den Drummern zur Verfügung, ebenso aber auch mit Systemen wie Rolands TD-6 und Yamahas DTXpress sehr leistungsstarke Systeme. Was sich seitdem in der Entwicklung des elektronischen Schlagzeugs getan hat, kannst du hier nachlesen!

Wer E-Drums spielt wird deren Vorteil schätzen, dass man mit ihnen prima zu Hause unterm Kopfhörer üben kann, ohne dabei die Nerven der Nachbarn über Gebühr zu strapazieren. Möchte man hingegen einmal gehört werden, um etwa zusammen mit einer Band zu spielen, braucht man dann doch Lautsprecher plus Verstärker.



Test  2box DrumIt Three, Drum Trigger Soundmodul 

    Trigger-E-Drum-Modul mit massig Sounds

    18. Oktober 2019 / AMAZONA.DE

Der Hersteller des klanglich außergewöhnlich guten DrumIt 5 E-Drumsets brachte schon vor einiger Zeit ein weiteres Modul mit dem Namen DrumIt Three auf den Markt. Dieses liegt uns nun zum Test vor. Da sich das schwedische Unternehmen 2box wohl dazu entschlossen hat, sich künftig nur noch auf Drum-Module zu spezialisieren, wird das bisherige Modell DrumIt 5 nun vom DrumIt 3 Modul abgelöst.

Zunächst einmal stellt sich die Frage, für wen ein solches Instrument gedacht ist. Anwendungsbereiche gibt es viele. Du hast ein E-Drumset, bist aber mit dessen Klang- oder den Spieleigenschaften unzufrieden, dann lässt sich dein Set wunderbar mit dem 2box DrumIt Three „pimpen“. Oder du nutzt es als Sound-Modul, um programmierte Drums besser und echter klingen zu lassen.

Mit einem Satz Drum-Trigger lässt sich der Klang eines akustischen Drumsets verbessern, indem man die Sounds des Moduls „darunter“ legt. Das bringt vor allem Live viele Vorteile, wie klarere Signale, mehr Druck, mehr Transparenz, ergibt aber auch im Studio absolut Sinn, da auch nach dem Einspielen noch Sounds in Hülle und Fülle zur Verfügung stehen, sofern man die MIDI-Signale aufgezeichnet hat. Andere Drummer nutzen es für den eigenen Monitorsound.

Verarbeitung des DrumIt Three Moduls

Massiv, in ein metallenes Gehäuse verbaut, kommt das schwedische Sound-Modul in schützender Verpackung und gut gepolstert per Post zum gewillten Trommel-Wütigen. Es ist, wie auch alle Vorgänger, bestens verarbeitet. 2box und auch die Vorgänger-Firma DDrum haben schon immer viel Wert auf Stabilität und Langlebigkeit gelegt. So setzt man auch beim DrumIt Three auf gewohnt ordentliche Verarbeitungsqualität.

Die Taster und Potis sind aus Kunststoff gefertigt und reagieren gut. Das Display ist ausreichend groß, allerdings je nach Blickwinkel manchmal schwer abzulesen. Besser hat mit das Display des großen Bruders DrumIt Five gefallen. Das Neue leuchtet im hellen Blau, auch wenn ich dies nicht als technisch-sinnvolle Errungenschaft sehe.

Design und Struktur sprechen klare Worte: typisch 2box

Anschlüsse des DrumIt E-Drum Modul

Das rückwärtige Steckfeld zeigt sich neben der Stromversorgung mit 6,35 mm Klinkenbuchsen, davon 14 Eingangsbuchsen und vier individuell belegbare Ausgangsbuchsen. Zudem gibt es noch den Kopfhörerausgang und einen Mix/Line-In für Zuspieler oder Metronom.

Außer den MIDI-In/Out-Buchsen darf natürlich auch der USB-Anschluss nicht fehlen. An der Rückseite befindet sich auch die Kalibrierungsmöglichkeit für ein HiHat-Pad. Zu diesem wichtigen Punkt kommen wir aber noch im weiteren Verlauf des Tests.

Soundbank

Das 2box DrumIt Three kommt mit gut gefüllter Datenbank von fast 4 GB in die Auslieferung. Leider ist der Datenspeicher damit nahezu vollständig gefüllt. Um eigene Sounds oder Samples hineinladen zu können, muss also erstmal aufgeräumt werden. Von knackigen Elektro-Sounds über jazzig-warme Klänge bis zu Percussion-Instrumenten ist alles in erstklassiger Klang- und Sample Qualität vorhanden. In 100 Preset Kits sind die enthaltenen Samples einsortiert, diese können nach Belieben verändert und editiert werden.

Bedienung und eigene Samples

Um das knallblau leuchtende Display herum sind alle Taster und Potis angeordnet, die zur Bedienung des DrumIt Three notwendig sind. Das Menü unterteilt sich dabei in zwei Bereiche: Unit und Kit.

Wie ein Mischpult ist das Unit Menü aufgebaut. Hier finden sich wichtige Punkte wie der Mixer, in dem (teilweise in Gruppen) alle Lautstärken des Drumsets schnell erreicht werden können. Der zweite Menüpunkt gibt Zugriff auf die Kanäle, beispielsweise um den Snare-Sound zu bearbeiten.

Über die kostenlose 2box Software lassen sich eigene Samples (auch Layer-Sounds), Loops und Songs in das Modul laden. Eine gute Sache, möchte man nicht noch mehr Geräte mit sich herumschleppen.

Die internen bei der Auslieferung installierten Sounds gefallen mir persönlich sehr gut. Sie sind vielseitig und nicht zu speziell, also gut im Drummer-Alltag zu gebrauchen und wirklich erstklassig in Sachen Klangqualität.

Wie der Upload eigener Sounds ins Modul gelingt, erfahrt ihr im folgenden Video:

Praxistest des 2box DrumIt Three

Eines sei gesagt: Einfach anstöpseln und loslegen ist hier nicht. Bis alle Parameter mal entsprechend der eigenen Spielweise eingestellt sind, bedarf es Zeit und Geduld. Die HiHat-Kalibrierung hat mich beispielsweise so einige Nerven gekostet und letztendlich ist das Ergebnis, zumindest in Kombination mit einem Roland Pedal und Pad nicht wirklich befriedigend. Möglich, dass das Roland Set, das ich für den Test benutzt habe, nicht die ideale Schnittstelle zum DrumIt Three darstellt.

Mit den Pads eines 2box DrumIt 5 Sets harmoniert aber alles auf Anhieb. Auch die HiHat-Kalibrierung passt sofort. Alle anderen getesteten Roland und Yamaha Pads, also Snare, Toms Kick und Becken vertragen sich mit dem Schweden-Modul sehr gut.

Dies alles gilt natürlich nur, möchte man ein komplettes E-Drumset mit dem DrumIt 3 steuern. Um ein Hybrid-Drumset zu erstellen, also einen Mix aus akustischen und elektronischen Sounds, eignet sich das DrumIt 3 perfekt. Dies kann entweder per Integration von Pads oder der Nutzung von Drum-Triggern zur Anwendung kommen.

2box bietet hierfür eigene Drum-Trigger an. Diese sind simpel konstruiert und steuern das Modul präzise und fehlerfrei an. Lediglich die Konstruktion der Trigger lässt ein wenig zu wünschen übrig. So fielen während des Tests einige der Schutzkappen, die verhindern sollen, dass die Chrom-Spannringe verkratzen, einfach ab. Für den Test habe ich außerdem Trigger von Roland ausprobiert, auch diese funktionierten hervorragend.

In der Praxis würde ich das Modul als Erweiterung meines Schlagzeugs nutzen. So habe ich den akustischen Sound meines Sets, also Kick, Snare und Toms getriggert, was in den Klangbeispielen zu hören ist. Zu Beginn hört man dort den natürlichen Sound meines Drumsets (TAMA Superstar Birke), nachfolgend dann den elektronisch unterlegten Sound. Ob Live oder im Studio ist das wirklich eine Bereicherung. Der Sound wird klarer, druckvoller und ausgewogener.

Im folgenden Video wird dargestellt, wie detailliert das 2box Modul eigene Samples auf ein Pad übertragen kann:

Fazit

Das 2box DrumIt Three erfüllt alle ihm zugedachten Funktionen wie schnelles Triggering, Flexibilität und beste Einstellungsmöglichkeiten für jede Spielweise. Beste Klangqualität mit hochaufgelösten (Layer-) Samples stehen in reichhaltiger Auswahl zur Verfügung.

Die Samples können vielseitig editiert werden, so dass kein Wunsch offen bleibt. Egal ob Elektro, Jazz, ob Metal oder Pop, man findet garantiert den idealen Drum-Sound.

Die Kalibrierung mit einigen HiHat-Pads gestaltet sich nicht so recht zufriedenstellend, sonst gibt’s aber kaum was zu kritisieren. Wer sich viel Zeit nimmt, kann dem DrumIt Three die perfekte Performance entlocken.

Plus

  • sehr gute Verarbeitung

  • beste Klangqualität

  • feinste Dynamikabstimmungen möglich

Minus

  • Display schlecht ablesbar

  • HiHat-Kalibrierung mit manchen Pads schwierig


2BOX-Drum Modul: DrumIt Five MKII

2BOX bringt das DrumIt Five MKII Drum Modul raus. Es vereint die Features des DrumIt Five mit denen des DrumIt Three.


Das DrumIt Five MKII. © 2BOX

Mit dem DrumIt Five MKII führt 2BOX ein Drum Modul ein, das Ausstattungsmerkmale des DrumIt Five und denen des DrumIt Three zusammenführt.

Das integrierte „Universal Trigger Interface“ ermöglicht es, auch Pads, Becken und Hi-Hats und Trigger von anderen Marken wie Roland, Yamaha oder Alesis mit dem Drum Modul zu verbinden. Somit kann das Drum Modul DrumIt Five MKII auch als Soundmodul für Hybrid-Setups eingesetzt werden oder als Upgrade für andere E-Drum-Sets. Einfach an das bestehende Drum Set anschließen und loslegen!

Das Drum Modul ist mit einem Card-Slot ausgerüstet, die mitgelieferte Karte ist 32 GB groß, eingesetzt werden können SD-Karten bis zu 64 GB.

Das DrumIt-Konzept

Laut Hersteller unterstützt die offene Klangarchitektur des DrumIt das echte Spielgefühl, eine ausdrucksvolle Dynamik und erhöhte Klangqualität.

Alte E-Drum Kits können mit diesem Drum Modul auf den neuesten Stand gebracht und mit modernen Klängen erweitert werden. Die Bibliothek beinhaltet unzählige mehrschichtige Klänge, die in renommierten Studios aufgenommen und bearbeitet wurden.

Rückseite des DrumIt Five MKII. © 2BOX

Da sich die Klänge aus mehreren Geschwindigkeitsschichten zusammensetzen, werden die langsamen Wechsel zwischen weichen und harten Schlägen originalgetreu reproduziert. Mit dem PC Editor für Windows und MAC können neue Klänge und Loops aus Wave-Dateien geschaffen werden. Danach kann man sie in das Soundformat des MKII umwandeln und über USB in das Modul integrieren.

Drum Modul DrumIt MKII: akustische Drum Sets verbessern

Mit den TrigIt Triggern können akustische Sets in Hybrid-Sets umgewandelt werden. Die Trigger montiert man an das bestehende Drum Set. Die Kombination akustischer und gesampelter Klänge aus dem Drum Modul maximiert nach Herstellerangaben das Klangerlebnis.

Das DrumIt Five MKII hält außerdem die Sounds bekannter Drummer bereit, wie Randy Black, Simon Phillips oder Marco Minnemann.

Technische Spezifikationen

·         44,1 kHz Samplerate mit 24 bit Digital-/Analogwandler

·         32 GB Soundspeicher

·         15 universelle Triggereingänge konfiguriert als Kick, Snare und vier Toms mit Rim Trigger, einer Hi-Hat und drei Becken

·         Unterstützt dreizonige Snares und Becken

·         Sechs Ausgänge

·         Line In

·         MIDI In/Out

·         SD Kartenschlitz (bis zu 64 GB unterstützt)

·         Professionelle Sounds berühmter Drummer

·         Vielschichtige Sounds für nie dagewesene Klangqualität und unerreichtes Spielgefühl

·         Kit- und Sound-Editor (für Windows und MAC) , um eigene Kits zu kreieren und eigene Sounds und Loops herunterzuladen

·         Triggereingänge kompatibel mit den meisten Triggern, die auf Piezo- oder Switch-Technologie basieren

·         Erweiterte Steuerungsfunktionen ermöglichen Trigger-Funktionen wie Start/Stop, Loops oder Metronom

·         Auswählbare Kits können frei jedem der 15 Triggereingänge zugewiesen werden

·         AC Multistecker mit 100-240 V Stromversorgung


2Box stellt DrumIt Five MK2 E-Drum Modul vor

3. Februar 2019

Zweite Version mit erweiterten Funktionen

2Box stellt DrumIt Five MK2 E-Drum Modul vor

Auf der NAMM Show war es bereits zu sehen und zu hören, jetzt hat 2BOX die zweite Version ihres DrumIt Five MK2 offiziell vorgestellt und sein Sortiment erweitert. Das E-Drum Modul kombiniert die Ausstattung des beliebten DrumIt Five mit den neuen Features des DrumIt Three (gerade bei uns im Test). So können dank des „Universal Trigger Interface“ die gängigsten Pads von vielen anderen Herstellern wie z. B. Alesis, Roland und Yamaha angeschlossen werden. Damit eignet sich das DrumIt Five MKII hervorragend als Soundmodul für Hybrid-Setups und als Upgrade für vorhandene E-Drum-Sets.

Das DrumIt Five MK2 besitzt einen Card-Slot und wird mit einer 32 GB großen SD-Karte ausgeliefert. Das System unterstützt SD-Karten bis zu einer Größe von 64 GB. Das DrumIt Five MK2 Modul wird voraussichtlich im April 2019 in den Handel kommen und 1.099,- Euro kosten.

Hier alle Fakten zum 2Box DrumIt Five MK2

  • 44,1 kHz Sample rate with 24 bit digital to analog converters

  • 32 GB sound memory

  • 15 universal trigger inputs configured as kick, snare with rim, 4 toms with rim, 1 Hi-hat and 3 cymbals

  • 3-zone snare and cymbals are supported

  • 6 Outputs

  • Line In

  • MIDI In/Out

  • SD Cardslot (Up to 64GB supported)

  • Professional sounds made by famous drummers

  • Sounds are multilayered for unparalleled sound quality and playing feel

  • Trig and play along to loops – freely assignable to any trigger input

  • Play along to WAV song files or metronome or connect your media player to the Line In socket

  • Comes with our Kit- and Sound-Editor (Windows and Mac) to create own Kits and to download own

  • sounds and loops

  • Trigger inputs accept the majority of triggers based on Piezo- and switch technology*

  • Advanced control features enable triggering functions such as start/stop loops or metronome

  • Switching Kits up and down are freely assignable to any of the 15 trigger inputs

  • Multi plug AC power supply 100-240V


2Box DrumIt Three Modul Test


E-Drum- und Trigger-Modul

Ein Soundmodul für echte Freaks und alle, die es werden wollen!

von Alexander Berger - 25.10.2018

Alle Bilder: Alexander Berger

Das 2Box DrumIt Three ist ein universelles Soundmodul für E-Drums, das ohne zugehörige Pads angeboten wird und mit der Hardware der gängigen Hersteller zusammenarbeiten soll. Es lässt sich also vor allem als eine Möglichkeit verstehen, ein bereits vorhandenes E-Drumset in Bezug auf Klang und Flexibilität aufzuwerten. Natürlich ist aber auch die Kombination mit Drum-Triggern an einem akustischen Kit möglich.

Das Modul kommt natürlich mit einer umfangreichen Auswahl an Werks-Kits. Ein Alleinstellungsmerkmal des DrumIt Three ist jedoch die offene Sound-Architektur, die es erlaubt, hochgradig detaillierte Multisamples mit bis zu 127 Velocity-Zonen zu importieren. Somit ist es beispielsweise möglich, Sounds aus virtuellen Drum-Studios wie dem Toontrack Superior Drummer 3, dem EZdrummer 2, FXpansion BFD3 und Konsorten in all ihrer Natürlichkeit mit auf die Bühne zu nehmen – und zwar bei vollständiger Personalisierung und ohne dabei auf ein komplexes System aus Laptop und Audio-Interface vertrauen zu müssen. Im Prinzip lässt sich sogar ein selbst erstellter Sample Pool des eigenen Drumsets mit dem DrumIt Three verwenden.

All das setzt die Bereitschaft voraus, sich intensiv mit dem eigenen Setup auseinanderzusetzen und entsprechend viel Zeit zu investieren. Vor allem bei der Zusammenarbeit zwischen dem Soundmodul und den Pads anderer Hersteller wird es vermutlich nicht ganz so schnörkellos wie bei perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten zugehen. Ob das DrumIt Three seinen Dienst trotzdem gut verrichten kann und an welchen Stellen man möglicherweise Kompromisse machen muss, finden wir im Review heraus!

Details

Nachfolger des DrumIt Five

Das 2Box DrumIt Three tritt die Nachfolge des DrumIt Five an, das ebenfalls bereits eine offene Sound-Architektur bot, allerdings noch nicht dazu konzipiert war, mit der Hardware anderer Hersteller zusammenzuarbeiten und stattdessen mit eigenen Pads kam. Ich persönlich hatte das DrumIt Five für lange Zeit bei Musical-Shows im Einsatz und habe dabei größtenteils selbst importierte Sounds aus dem Rechner verwendet. Da die Hardware über die Jahre hinweg allerdings nicht immer vollständig verlässlich arbeitete, empfinde ich den neuen Ansatz des Herstellers, sich auf die Kompatibilität zu Pads von anderen Herstellern zu konzentrieren, als sehr konsequent.

Black Is The New Orange

Rein optisch verhält sich das DrumIt Three etwas neutraler als der Vorgänger. Das knallige Orange, das man durchaus als Markenzeichen von 2Box verstehen darf, wird nur noch bei der Beschriftung verwendet, während das massive Metall-Gehäuse in zurückhaltendem Anthrazit gehalten ist. Die Bedienelemente könnten sich etwas luxuriöser anfassen, gehen mit der Qualität ihrer Verarbeitung aber in Ordnung. Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Frontseite übrigens ein wenig aufgeräumt. Dies äußert sich vor allem dadurch, dass es keine einzelnen Taster zum Triggern bzw. Auswählen für jeden Kanal (Kick, Snare, einzelne Toms, etc.) mehr gibt – und diese werden wohl auch die wenigsten Anwender dauerhaft vermissen.

Optisch neutraler: Das 2Box DrumIt Three setzt die Farbe Orange weit sparsamer ein als sein Vorgänger.

Anschlussmöglichkeiten

Alle Anschlüsse des DrumIt Three befinden sich auf der Rückseite des Moduls. Bei den dort mittig angeordneten Trigger-Eingängen fällt auf, dass es für die Hi-Hats und die drei Becken-Kanäle jeweils zwei Buchsen gibt. Damit wird gewährleistet, dass auch Pads verwendet werden können, die ein duales Trigger-System verwenden und über jeweils zwei Klinkenkabel angeschlossen werden müssen. Für die Kompatibilität zu vielen Modellen diverser Hersteller ist das unerlässlich.

Das 2Box DrumIt Three von hinten.

An weiteren Anschlüssen sind ein Kopfhörer-Ausgang und ein Line-Eingang (beispielsweise zur Anbindung eines Smartphones) vorhanden, darüber hinaus gibt es vier Line-Ausgänge (Mono-Buchsen, unbalanced), die es ermöglichen, ein FOH-Mischpult mit getrennten Kanälen zu versorgen. Eine feine Sache ist, dass der Kopfhörer-Ausgang im internen Routing-System separat adressierbar ist und sich bei Bedarf als ein weiterer Line Out (natürlich Stereo) verwenden lässt. Über den MIDI In/Out auf der rechten Seite lässt sich ein Rechner mit entsprechendem Interface anbinden, um MIDI-Daten aufzunehmen oder bei Bedarf durch das DrumIt Three wiederzugeben. Der USB-Port ist dagegen ausschließlich zum Zugriff auf den internen Datenspeicher vorgesehen. MIDI über USB wurde also nicht integriert, was ich persönlich aber nicht als tragisch empfinde.

Tatsächlich etwas bedauerlich ist dagegen, dass das DrumIt Three, genau wie der Vorgänger, noch mit dem alten USB-1.1-Protokoll arbeitet. Natürlich lässt es sich auch an USB-2.0- und USB-3.0-Ports betreiben, die Geschwindigkeit der Datenübertragung ist aber entsprechend gering. Und auch an der Größe des internen Speichers hätte sich etwas ändern können. Gut versteckt im Inneren des Moduls schlummert nach wie vor eine 4 GB fassende SD-Card, die zwar prinzipiell durch eine größere Variante ersetzt werden kann (nicht getestet), was aber eventuell zu Problemen mit der Performance und ganz eindeutig zum Erlöschen der Garantie führt. Wer vor hat, viele eigene Sounds zu importieren, wird also einen Teil der Factory Sounds vorher sichern und überschreiben müssen, denn diese belegen bei Auslieferung bereits 95 % des Speichers.

Eventuell benötigtes Zubehör: Halteplatte und Klinkenkabel

Der Lieferumfang des DrumIt Three ist äußerst spartanisch gehalten. In der Verpackung befinden sich neben dem Modul selbst ein Netzteil mit Adaptern für die unterschiedlichsten Formen von Steckdosen und eine Kurzanleitung auf Deutsch und Englisch. Ein ausführlicheres englisches Handbuch ist im PDF-Format im Speicher des Moduls abgelegt, lässt sich aber natürlich auch von der Website des Herstellers herunterladen.


Minimalistischer Lieferumfang: An Zubehör findet man in der Verpackung des 2Box DrumIt Three ausschließlich ein Netzteil mit Steckdosen-Adaptern. Was die meisten Anwender zusätzlich benötigen werden, ist eine Halteplatte (Lochabstände von 10 x 7 cm) in Kombination mit einer Multiclamp, um das Modul fest in ein E-Drumset zu integrieren. Zudem werden je nach Anzahl der zu verwendenden Drum Pads oder Trigger entsprechend viele Stereo-Klinkenkabel benötigt. Diese sind bei den meisten E-Drumsets zwar bereits vorhanden, in manchen Fällen werden auf der Seite des Soundmoduls aber eigene Steckerformate verwendet, mit denen das DrumIt Three natürlich nicht kompatibel ist.

Sample-Import mit dem 2Box DrumIt Editor


Der Import von eigenen Multisamples in das DrumIt Three ist grundsätzlich recht unkompliziert und läuft über den 2Box DrumIt Editor, den man kostenlos von der Hersteller-Website herunterladen kann. Unabhängig davon, ob man die selbst gesampelte Lieblings-Snare oder einen Sound aus einem virtuellen Instrument über das Modul spielen will, liegt der aufwendigste Anteil in der Vorarbeit – nämlich im Aufnehmen bzw. Bouncen und sauberen Schneiden der Samples selbst. Ein wenig Erfahrung mit der eigenen DAW-Software (Cubase, Logic, Pro Tools, Live, etc.) kann dabei nicht schaden, denn oft lässt es sich elegant umgehen, dass man jeden einzelnen Schnipsel von beispielsweise 60 Velocity-Zonen einer Snare einzeln anpacken und exportieren muss.

Das „Sampeln“ einer Snare aus dem Toontrack Superior Drummer in Cubase. Am Anfang steht eine lange Audio-Datei, die sauber in einzelne Samples geschnitten werden muss.

Sobald der persönliche Sample Pool einmal erzeugt wurde, ist es ein Leichtes, den 2Box DrumIt Editor zu verwenden, um die vielen kleinen WAV-Files (24 Bit/44,1 kHz) in ein großes DSND-File umzuwandeln, das vom DrumIt Three verarbeitet werden kann. Einfach den Typ des zu erzeugenden Sounds auswählen (z.B. Snare, Becken oder Hi-Hat – auch Loops sind möglich), und dann die Samples über Drag&Drop in den entsprechenden Bereich ziehen. Die Erkennung und Anordnung der Velocity-Zonen läuft dabei automatisch und basiert auf Lautstärkeunterschieden in den Files. Interessant: Im Bereich von getretenen Hihat-Sounds reicht das Importieren von Splash-Sounds vollkommen aus. Die zugehörigen Chick-Sounds werden aus diesen errechnet.

Der 2Box DrumIt Editor beim Erstellen eines Snare Sounds mit einer Zone.

Sobald man in Hinblick auf die Einzelsounds alle Schäfchen im Trockenen hat, bietet sich der Kit Editor an, um an der Zusammenstellung der einzelnen Instrumente und Sounds zu arbeiten. Dies ist zwar auch am Modul selbst möglich, lässt sich über einen angeschlossenen Rechner aber weit komfortabler erledigen als über das kleine Monochrom-LCD und die zugehörigen Bedienelemente. Auch die Werks-Kits können hier bearbeitet werden.

Auch das Zusammenstellen von Kits aus den Einzelklängen ist mit dem DrumIt Editor möglich. In diesem Screenshot wird eines der Werks-Kits bearbeitet.

Abschließend lässt sich zum Thema Sample-Import hinzufügen, dass auch der direkte Import von WAV-Files in das Modul möglich ist. Diese können dann aber nur als einzelne Files und nicht im Kontext von Multisamples abgespielt werden. Interessant und durchaus praxisnah ist dabei der Split-Wave-Modus: Oft werden Backing Tracks für Live-Shows so erzeugt, dass das Playback auf einem Kanal einer Stereo-Datei liegt, um auf dem zweiten Kanal einen synchronen Click laufen zu lassen, der vom Publikum natürlich nicht gehört werden soll. Über den besagten Split-Wave-Modus ist es möglich, diese beiden Kanäle einer Stereo-Datei unterschiedlichen Ausgängen des DrumIt Three zuzuweisen. Sehr fein!

Praxis

Bei Auslieferung stehen im Speicher des 2Box DrumIt Three 90 Kits bereit. Die Library ist an manchen Stellen ein wenig durchwachsen, grundsätzlich finden sich aber viele verwendbare Sounds, und manche gefallen mir sogar ausgesprochen gut. Dass der Anteil des Raumklangs von Kit zu Kit zum Teil sehr deutlich variiert und es eine enorme Bandbreite zwischen einer knochentrockenen und extrem knalligen Ästhetik gibt, kann man durchaus als Bereicherung empfinden. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass sich einzelne Instrumente aus unterschiedlichen Kits nicht ohne Weiteres miteinander kombinieren lassen und zum Teil wie Öl und Wasser aufeinander wirken. Beim Antesten der Sounds fiel mir übrigens auf, dass die Hi-Hats nach dem Umschalten auf ein neues Kit vom Modul immer als geöffnet interpretiert werden, bis das Pedal bewegt wird. Eine Kleinigkeit, die sich vermutlich durch ein Update des Betriebssystems (getestet mit OS 1.32) beheben lässt.

Die mitgelieferten Sounds

Was bei fast allen Sounds positiv auffällt, ist die auch bei den Werks-Kits recht hohe Anzahl an Velocity-Zonen. Diese Vielfalt an Nuancen sorgt für Natürlichkeit, und in dieser Disziplin kann sich das noch verhältnismäßig günstige DrumIt Three problemlos mit seinen größten und teuersten Konkurrenten messen. Was passiert, wenn man Samples aus einem virtuellen Drum-Studio importiert, zeigt der letzte Abschnitt des obigen Videos. In diesem Fall wurden die Sounds aus der Roots SDX für den Toontrack Superior Drummer verwendet. Der Speicherbedarf der importierten Sounds betrug insgesamt etwa 500 MB, wobei ein Großteil auf die Becken entfällt. Im Schnitt wurden bei den Trommeln etwa 60 Velocity-Zonen pro Artikulation verwendet. Man kann ruhigen Gewissens sagen, dass bislang kein anderes E-Drum-Modul einen so natürlichen Sound zu bieten hat. Und natürlich kann man die Sounds vor dem Import selbst mischen und weiter bearbeiten, um den eigenen Klangvorstellungen so nah wie möglich zu kommen.

Das Modul selbst ist im Bereich der Effektbearbeitung nur sehr sparsam ausgestattet. Die einzige Möglichkeit, den Klang der Samples zu formen, ist ein Dreiband-Equalizer mit halb-parametrischen Mitten. Sonstige Effekte wie Hall oder Kompression muss man dem FOH-Mann überlassen.


Kernfrage: Kompatibilität mit anderen E-Sets!


Da das 2Box DrumIt Three als universelles Trigger-Modul ohne zugehörige Pads angeboten wird, steht und fällt seine Attraktivität natürlich mit der Frage, wie reibungslos das Zusammenspiel mit der Hardware anderer Hersteller läuft. Die tollsten selbst importierten Multisamples bringen nicht viel, wenn sich einfach kein akzeptables Spielgefühl einstellen will. Um dies zu testen, habe ich mich in das Hauptquartier des großen und allseits bekannten Musikalienhändlers Thomann begeben und das DrumIt Three mit folgenden E-Drumsets verbunden: Roland TD-17, Roland TD-4 (ohne Mesh-Heads), Yamaha DTX582K, Alesis Strike Pro, Alesis Crimson 2 Mesh Kit, Millenium MPS-850, und ATV aD5. Für jedes Modell habe ich mir etwa 45 Minuten Zeit genommen. Die Ergebnisse, die im folgenden beschrieben werden, ließen sich durch weiteres Schrauben an den vielfältigen Parametern des DrumIt Three also vermutlich noch weiter verbessern.

Komplexeste Aufgabe: Hi-Hat Pads

Die Ergebnisse des Kompatibilitäts-Tests waren größtenteils gut, wenn auch oft nicht absolut perfekt. Die größte Herausforderung für das DrumIt Three sind unterschiedliche Hi-Hat-Modelle, bei denen es sich natürlich um die komplexesten Pads eines E-Drumsets handelt. Einen Totalausfall gab es nur bei den Hi-Hats des ATV aD5, die allerdings auch nicht auf der Kompatibilitätsliste von 2Box stehen. Ganz nah am Totalausfall bewegten sich allerdings die Hi-Hats des Alesis Strike Pro (Pad-Modell: Alesis Pro X), die im Zusammenspiel mit dem DrumIt Three extrem viele Fehltrigger produzierten – dies war allerdings auch bei der Verwendung des originalen Moduls der Fall. Beim Yamaha DTX582K (Pad-Modell: Yamaha RHH-135) machte sich bemerkbar, dass das originale Soundmodul (Yamaha DTX502) keine Abstufungen beim Öffnungsgrad erkennt und nur zwischen offen oder geschlossen unterscheiden kann. Darauf scheint auch das Pad ausgelegt zu sein, denn ab einem gewissen (sehr leichten) Öffnungsgrad waren ihm keine weiteren Werteänderungen mehr zu entlocken. Das gezielte Ansteuern von fünf Öffnungsgraden, wie sie vom DrumIt Three unterstützt werden (bei selbst importierten Sounds theoretisch sogar bis zu zehn), war also äußerst schwierig bis unmöglich. Dies dem DrumIt Three anzulasten, wäre genauso fragwürdig, wie deshalb am Pad selbst herumzumäkeln.

Über eine kleine Schraube auf der Rückseite des DrumIt Three lässt sich beim Kalibrieren der Hi-Hats ein weiterer Parameter anpassen.

Durchaus in Ordnung, wenn auch nicht vollständig perfekt, waren die Ergebnisse bei den Hi-Hats des Roland TD-17 (Pad-Modell: Roland VH-10) und des Millenium MPS-850. In beiden Fällen stellte es sich als nicht ganz einfach heraus, gezielt 1/4-offene Hi-Hats zu triggern. Vor allem bei kräftigerer Spielweise spielte das DrumIt Three hier gerne einmal versehentlich geschlossene oder halboffene Sounds ab, was vermutlich mit der Bewegung des Pads und dem damit variierenden Abstand zum Sensor des Controllers zusammenhängt. Die Hi-Hats des Millenium MPS-850 machten sich dabei noch etwas besser als die des Roland TD-17. Der Kompromiss zwischen den klanglichen Möglichkeiten des DrumIt Three und dem Punkt, 1/4-offene Sounds nicht vollständig zielsicher ansteuern zu können, dürfte aber für viele Anwender bereits akzeptabel sein. Und auch weiteres Schrauben an den Parametern hätte hier möglicherweise noch zu einer Besserung führen können.

Das Zusammenspiel mit den Hi-Hats des Alesis Crimson 2 Mesh Kit und des Roland TD-4 verlief dagegen vollständig reibungslos. Bei beiden Hi-Hat Pads machte sich positiv bemerkbar, dass die Erkennung des Öffnungsgrades nicht über ein bewegliches Pad mit Abstands-Sensor, sondern über einen separaten Fuß-Controller erfolgt. Es sitzt also immer alles fest an seinem Platz, und das kommt der Erkennung im DrumIt Three offenbar sehr zugute.

Zonentrennung bei 2- und 3-Zonen-Pads

Viele Snare- und Tom Pads bieten neben ihrer eigentlichen Spielfläche einen zusätzlichen Rim-Trigger zum Ansteuern weiterer Sounds. Die Trennung zwischen diesen beiden Zonen ist allgemein nicht immer einfach. Oft entstehen auch im Zusammenspiel mit den originalen Modulen leichte Übersprecher, die je nach Natur der Sounds aber nicht immer störend wirken. Glücklicherweise bietet das DrumIt Three mehrere Parameter, anhand derer sich die Anzahl solcher Übersprecher minimieren lässt. Am besten verhielten sich die wahrhaft massiven Drum Pads des ATV aD5. Hier stellte sich zusammen mit den Sounds des DrumIt Three ein ausgesprochen realistisches Spielgefühl ein. Ebenfalls gut, aber eben doch nicht vollständig verlässlich, machten sich die 2-Zonen-Pads des Millenium MPS-850, des Alesis Crimson 2 Mesh Kits, des Roland TD-17 (Modelle: Roland PDX-8 und PDX-12) und zudem das Snare Pad des Yamaha DTX582K (Modell: Yamaha XP80). Etwas problematischer waren dagegen die 12-Zoll- und 14-Zoll-Pads des Alesis Strike Pro.

Das DrumIt Three bietet unterschiedliche Pad-Typen und zugehörige Parameter. Um möglichst erfolgreich mit der Hardware anderer Hersteller zu arbeiten, ist es unumgänglich, hier ein wenig Zeit zu investieren.

Ansonsten gibt es nur Erfreuliches zu berichten. Bei der Verwendung von Becken-Pads mit drei Zonen für Bell, Bow und Edge hätte ich größere Probleme erwartet. Beim Yamaha DTX582K hatte ich anfangs das Gefühl, dass die Zonenerkennung noch etwas eindeutiger arbeiten könnte, was sich nach kurzer Eingewöhnung aber legte. Alle weiteren Pads arbeiteten nach Anpassung der Parameter reibungslos mit dem DrumIt Three zusammen. Bei einfacheren Pads mit nur einer Zone (alle Kick Pads und einfache Snare-/Tom Pads) gab es ebenfalls keine Probleme.

Zusammenfassung zum Thema Kompatibilität

Im kritischen Bereich der Hi-Hat Pads empfiehlt sich für das DrumIt Three am ehesten eine Lösung, die mit einem unbeweglichen Pad und einem separaten Fuß-Controller arbeitet. Auf diesem Weg erhält man die verlässlichste Kontrolle über den Öffnungsgrad. Bei Systemen mit Abstands-Sensor gab es keine Lösung, die vollkommen reibungslos arbeitete, auf einen entsprechenden Kompromiss kann man sich bei bereits vorhandener Hardware aber möglicherweise einlassen – und Ähnliches gilt für Drum Pads mit zwei Zonen: Wer mögliche Übersprecher zwischen Schlagfläche und Rim Trigger vollständig ausschließen möchte, fährt am besten damit, einfache 1-Zonen-Pads zu verwenden und die zweite Zone auf ein Sampling-Pad (als reiner Controller) auszulagern, das über MIDI mit dem DrumIt Three verbunden ist. Auf diesem Weg kann man übrigens auch verlässlich über das Anspielen von Pads zwischen verschiedenen Kits umschalten, und dies sollte während einer Show nun wirklich nicht versehentlich passieren!

Nicht zu vergessen ist, dass viele der getesteten E-Drums nicht für so komplexe Multisamples wie die des DrumIt Three konzipiert sind und zudem auch mit ihren Original-Modulen ähnliche Unverlässlichkeiten zeigten, wie sie im Test auftraten. Eine Kombination aus beispielsweise einem günstigen Alesis Crimson 2 oder Millenium MPS-850 mit dem DrumIt Three kann aber durchaus Spaß machen. Vor allem der Klang und die dynamische Bandbreite bewegen sich selbst bei Verwendung der Factory Sounds in eine andere Dimension – ganz zu schweigen von der Qualität und der möglichen Personalisierung von Sounds aus den großen virtuellen Instrumenten.

Gute Latenzwerte!

Jedes E-Drum-Modul hat eine gewisse Latenz, denn schon alleine die Wandlung eines Digital-Signals in ein analoges Signal braucht ein wenig Zeit. Mit den vier Millisekunden, die bei meinem Test heraus kamen, positioniert sich das DrumIt Three in dieser Disziplin sehr gut, und damit gehört es zu den schnellsten Modulen seiner Art. In dieser kurzen Zeitspanne legt Schall in der Luft gerade einmal knapp 1,4 Meter zurück. Als allgemein akzeptabel wird eine Latenz unterhalb von zehn Millisekunden angesehen.

Mit einer niedrigen Latenz von vier Millisekunden präsentiert sich das 2Box DrumIt Three als eines der schnellsten Module seiner Art.

Fazit

(4 / 5)

Das 2Box DrumIt Three ist ein Soundmodul für E-Drummer, die genau wissen, was sie wollen, Wert auf einen möglichst natürlichen Klang und größtmögliche Personalisierung legen und im Gegenzug ein gewisses Maß an Kompromissbereitschaft und Experimentierfreude mitbringen. Nicht alle Pads arbeiten vollständig problemlos mit dem Modul zusammen, und in jedem Fall braucht es Zeit, um die zugehörigen Parameter im Menü kennenzulernen und die Komponenten so gut wie möglich aufeinander abzustimmen. Der Klang der Werks-Kits wirkt bereits an vielen Stellen überzeugend und dank der vielen Velocity-Zonen außergewöhnlich nuanciert. Der wirklich gigantische Vorteil an der Arbeit mit dem DrumIt Three ist aber die offene Sound-Architektur, die es ermöglicht, Sounds aus den großen virtuellen Drum-Studios ohne ein anfälliges System aus Pads, Audio Interface und Rechner live zu spielen. Dieser Punkt wiegt kleinere Ärgernisse wie den langsamen USB-1.1-Port und die geringe Speicherkapazität meiner Meinung nach wieder auf. Die sehr niedrige Latenz ist ebenfalls ein dicker Pluspunkt, und der Preis ist fair.

·         Pro

·         offene Sound-Architektur und nahezu endlose klangliche Möglichkeiten

·         Import von Multisamples mit bis zu 127 Velocity-Zonen

·         funktionaler Ersatz für ein System aus E-Drums, Audio-Interface und Rechner

·         geringe Latenz

·         funktionale Features zur Vermeidung von Double Triggering und Übersprechen

·         hoher Detailgrad bei Factory Sounds (viele Samples pro Instrument)

·         separat adressierbarer Kopfhörer-Ausgang

·         Split-Wave-Modus zum Routing von Stereo-WAVs mit Playback und Click

·         Preis/Leistung

 

·         Contra

·         Aarbeitet mit vielen Pads nicht vollständig reibungslos (vor allem Hi-Hats)

·         langsamer USB-Port (USB 1.1) zur Datenübertragung

·         interner Flash-Speicher von „nur“ 4 GB bei Auslieferung zu 95 % belegt

·         Hi-Hats nach Umschalten zwischen Kits immer geöffnet (OS 1.32)



Hoher Grad an Personalisierung, kombiniert mit guten internen Sounds und gelungener dynamischer Abstimmung: das DrumIt Three ist ein E-Drum Modul für Leute, die wissen was sie wollen. ·         FEATURES UND SPEZIFIKATIONEN:

·         E-Drum-Modul mit offener Sound-Architektur und universellem Trigger Interface

·         Import von Sounds mit bis zu 127 Velocity-Zonen

·         15 universelle Trigger-Eingänge (Kick, Snare mit Rim, Hi-Hat, 4 Toms mit Rim, 3 Becken)

·         3-Zonen-Pads unterstützt

·         4 Ausgänge plus separat adressierbarer Kopfhörer-Ausgang

·         Speicherkapazität: 4 GB

·         Line In (Stereo)

·         MIDI In/Out

·         USB-1.1-Port zur Datenübertragung

·         Playback von WAV-Files und Metronom

·         interne DA-Wandlung bei 24 Bit/44,1 kHz

·         Netzadapter mit gängigen Adaptern enthalten (100 V bis 240 V)



Test aus dem STICKS-Archiv

2BOX DrumIt Five im Test

von Thomas Adam, 14. Juli 2018

Nach dem ersten Prototyp von vor einigen Jahren haben wir jetzt das erste Testexemplar des 2box DrumIt Five in den Händen gehabt – und waren von der Hardware-Vollausstattung plus Soundmodul sehr angetan. Bis auf Sticks und Hocker muss man nichts dazukaufen, und beim Soundmodul kann man nicht nur 2box-Samples umsonst downloaden, sondern auch eigene Samples bequem einladen. Seht es euch gerne an…

Die Features lassen auf jeden Fall schon einmal aufhorchen: Komplettausstattung mit Rack, Pads und Pedalen, und als Brain ein Soundmodul, das nicht nur viele Sounds im Angebot hat, sondern auch eigene Samples laden kann – und das Ganze für knapp 2.500 Euro. Klingt verlockend.

Rack und Hardware

Schon das Rack wartet mit neuen Ideen auf, denn an ihm werden nicht nur die Pads und das Soundmodul befestigt, sondern auch das Kick-Pad und das HiHat-Pedal. Es ist komplett aus Alu gefertigt, und sogar die Sechskant-Stangen der Tom- und Cymbal-Halterungen bestehen aus diesem Material. Obwohl es sehr großzügig dimensioniert ist, ist es daher trotzdem sehr leicht. Die vorderen beiden Rack-Querrohre sind ca. 90 cm breit und bieten so locker Platz für bis zu drei Tom-Pads. Die beiden Seitenrohre sind mit ca. 70 cm ebenfalls recht lang, sodass auch hier genug Raum für Erweiterungen vorhanden ist. Befestigt werden die Querrohre an je zwei längeren und kürzeren Beinen. Die beiden vorderen Beine sind ca. 92 cm lang, und die maximale Aufbauhöhe für die Rack-Tom-Pads beträgt somit ca. 90 cm.

Die beiden hinteren Beine sind immerhin noch ca. 72 cm lang, wodurch auch hier ein recht hoher Aufbau möglich ist. Die Tom- und Cymbal-Pad-Halterungen werden am Rack befestigt, indem man eine Backe abmontiert und nach dem Platzieren des Halters wieder aufsetzt und anschraubt. Die Sechskant-Haltestangen für die Tom-Pads und Cymbal-Ausleger werden in eine Plastikkugel gesteckt, die in der zweiten Klemme dieser Halterungen sitzt. Durch diese Omni-Ball-ähnliche Konstruktion lassen sie sich in einem weiten Bereich beliebig im Winkel verstellen, sodass man hier auf jeden Fall eine optimale Aufbauposition finden wird.

Weil das Kick-Pad aufgrund seiner Montage am unteren Querrohr des Racks auf einen kleinen Aufstellungsbereich fixiert ist, ist man allerdings gezwungen, den Rest des Sets um das Kick-Pad herum zu arrangieren. Seine Rack-Halterung erlaubt es lediglich, es nach links oder rechts zu verschieben sowie seinen Querwinkel zu verstellen; es lässt sich allerdings nicht weiter nach vorne oder hinten rücken. Weil das Pad sehr flach ist, kann man es für den Transport aber am Rack montiert lassen, und das ist ein echter Vorteil. Das Rack selber ist ja nicht sehr schwer, daher lässt sich das Ganze selbst dann noch gut alleine tragen, wenn man nicht zu den regelmäßigen Besuchern einer Mucki-Bude gehört.

Das Hi-Hat-Pedal wird ebenfalls mit einer Klemme am Rack montiert, daher kann man hier auf die sonst üblichen zwei oder drei Standbeine verzichten. Dadurch wird es allerdings nochmals schwieriger, eine optimale Aufbauposition für das gesamte Set zu finden, denn wenn man die seitlichen Querrohre auch noch weit ausklappt, wird der Aufbau durch die relativ langen vorderen Querrohre für viele Drummer wohl zu breit werden. Hinzu kommt, dass das Hi-Hat-Pad recht schwer ist, wodurch die leichte Feder des Pedals ein wenig überfordert ist. Die vordere Backe der Klemme, mit der das Hi-Hat-Pedal am Rack befestigt wird, lässt sich zudem nicht einfach wegklappen, sondern muss komplett abgenommen werden, wenn man das Ganze transportfertig machen möchte.

Sofern man das Set nur selten transportiert, ist das zwar nicht weiter schlimm, kann aber zu einem kleinen Nervfaktor werden, wenn man dieses häufig tun muss. An den wichtigsten Stellen ist das Rack mit Flügelmuttern ausgestattet. Die restlichen Gewinde und auch die Spannschrauben für die Felle sind mit Vierkantschrauben bestückt, die alle einen kleinen Nachteil haben: Ihre Köpfe sind etwas zu kurz geraten, und dadurch rutscht der mitgelieferte (und auch jeder andere) Stimmschlüssel öfters ab, als einem lieb ist – mir ist er beim Zusammenbauen des Racks jedenfalls gefühlte 300 Mal aus der Hand gefallen.

Das Kick-Pedal lässt sich vielseitig verstellen. So kann man hier den Pedal- und den Schlägelwinkel den eigenen Bedürfnissen anpassen, und natürlich lässt sich auch die Federspannung beliebig einstellen. Die Laufeigenschaften sind gut; mit diesem Pedal sollte eigentlich jeder zurechtkommen. Zu guter Letzt kommt noch der Snare-Ständer ins Spiel. Hier handelt es sich um einen einfachen Vertreter mit einstrebigen Beinen, und sein Snare-Korb lässt sich zwar nicht stufenlos, aber immerhin in sehr feinen Rasterstufen verstellen. Das Hi-Hat-Pedal und der Snare-Ständer sind nicht hochglanzverchromt, sondern haben eine matte Oberfläche, die sehr gut zum Look des restlichen Sets passt.

Pads

Das Snare-Pad hat einen Durchmesser von 12″, die drei Tom-Pads sind jeweils 10″ groß, und das Kick-Pad misst 14″. Alle Drum-Pads haben kein Kessel im eigentlichen Sinne, weil der Metall-Spannreifen zugleich der Kessel ist. Ihr Außendurchmesser ist daher größer als sonst üblich, dafür können sie aber sehr flach gehalten werden. Bespannt sind alle Pads mit Gewebefellen. Der Fell-Trigger befindet sich am Rand der Pads und wird durch eine kleine Abdeckung vor unbeabsichtigten Schlägen geschützt. Nur beim Kick-Pad ist die Platzierung des Triggers noch nicht ganz optimal gelöst, denn er sitzt einen Hauch zu tief. Dadurch ist man gezwungen, das Fell sehr stark an zu spannen, damit es auch wirklich am Trigger anliegt. Und so macht das Spielen nicht ganz so viel Spaß wie mit einem schlaffer gespannten Fell.

2box weiß von diesem Problem und arbeitet an einer Lösung. Die Bespielbarkeit der einlagigen Gewebefelle ist erwartungsgemäß sehr gut, und alles, was man spielt, wird von den Triggern sauber umgesetzt. Alle Drum-Pads außer dem Kick-Pad besitzen drei Spielzonen für Schläge auf das Fell, Rimshots und den Spannreifen. Zum Lieferumfang gehören auch zwei Cymbal-Pads und ein Hi-Hat-Pad, die 14″ bzw. 12″ groß sind. Die beiden Cymbal-Pads besitzen drei Spielzonen für Kuppe, Profil und Rand, das Hi-Hat-Pad nur zwei für Profil und Rand, außerdem sind durch Ergreifen des Rands abgestoppte Chokes möglich. Das Besondere bei diesen Pads ist aber, dass sie auf der gesamten Spielfläche gleichmäßig triggern. Man ist also nicht, wie von der Konkurrenz her gewohnt, beim Spielen auf einen bestimmten Bereich beschränkt, sondern kann sich hier unbeschwert austoben. Sehr schön.

Soundmodul

Das Soundmodul des DrumIt Five sitzt in einem kompakten Gehäuse, und seine Bedienoberfläche ist mit erstaunlich wenigen Bedienelementen bestückt. Auf der linken Seite befinden sich zehn Taster, mit denen man die Sounds der zehn Trigger-Eingänge manuell auslösen kann. Hält man zusätzlich den „More“-Taster gedrückt, wird dabei der Rim-Sound getriggert. Auf der rechten Seite sind um das grafikfähige Display herum weitere sieben Taster angebracht, die dem Navigieren durch die verschiedenen Menüs dienen. Unter dem Display sitzen drei Endlos-Potis, die auch als Taster funktionieren und bei einigen Menüpunkten auch so gebraucht werden. Zusammen mit den drei Tastern über dem Display hat man hier also bequem Zugriff auf die bis zu sechs Menüpunkte, die pro Menüseite angezeigt werden. Links vom Display befinden sich die beiden Taster „Kit“ und „Unit“. In den Unit-Menüs erledigt man globale Einstellungen wie z. B. das Einstellen der Trigger-Empfindlichkeit, und auf den Kit-Seiten dreht sich alles um die Sounds des angewählten Sets.

Durch die Menüs scrollt man einfach mit den beiden Tastern rechts neben dem Display (Page-up und -down). Mit der Einführung von Betriebssystem 1.20 sind übrigens einige Neuerungen hinzugekommen, die in der englischsprachigen Bedienungsanleitung – welche für OS 1.1 gedacht war – nicht erwähnt werden. Hier gibt es beispielsweise neue Trigger-Settings oder einen 3-Band-Equalizer mit semi-parametrischen Mitten (fixe, aber fein aufgelöste Einsatzfrequenzen von 100 Hz bis 10 kHz) zu bestaunen. Diese Themen werden natürlich auch in die deutsche Bedienungsanleitung einfließen, an der der deutsche Vertrieb Hyperactive momentan arbeitet.

Auf den Kit-Seiten lassen sich die üblichen Parameter wie zum Beispiel Tonhöhe oder Sound-Auswahl einstellen, aber hier finden sich auch Parameter, die mir bisher nicht über den Weg gelaufen sind. Dazu gehört beispielsweise eine dreistufige Hüllkurve mit den Parametern Attack, Hold und Decay. Attack und Decay sind für das Ein- und Ausschwingen der Sounds verantwortlich, und mit Hold bestimmt man, wie lange der Sound auf seiner maximalen Lautstärke gehalten wird, bevor Decay zum Zuge kommt. Einige der internen Ambience-Sounds lassen sich damit etwa prima auf Gated-Reverb-artige Sounds umbiegen.

Bevor wir auf die Sounds zu sprechen kommen, sollten wir aber noch einen Blick auf die Rückseite werfen, denn das lohnt sich. Hier wurde nahezu jeder Quadratzentimeter genutzt und mit Anschlüssen versehen, als da wären: in der Mitte zehn Trigger-Eingänge, auf der linken Seite sechs Einzelausgänge sowie ein Kopfhöreranschluss und ein Line-Eingang für Audiosignale, und rechts je eine MIDI-In und -Out-Buchse, eine USB-Buchse und der Anschluss für das externe Netzteil samt Power-Schalter. Der Kopfhörerausgang lässt sich ebenfalls als zwei Einzelausgänge schalten. Dazu braucht man dann ein sogenanntes Split-Kabel, das die beiden Signale von der Stereobuchse auf zwei einzelne Mono-Stecker umleitet.

Man kann den Kopfhörerausgang sogar auf 0 dB festsetzen, damit seine Lautstärke nicht versehentlich mit dem Level-Regler auf der Bedienoberfläche verstellt wird – clever! Hat man alle Pads mit dem Soundmodul verkabelt, bleiben noch zwei Trigger-Eingänge für weitere Pads frei. Sollte das noch nicht reichen, kann man aber auch etwas tricksen, um noch mehr Pads anzuschließen. Ebenfalls mit einem Split-Kabel können auch zwei Pads an einem Trigger-Eingang angeschlossen werden. Dann lassen sich zwar nicht mehr alle Spielzonen der Pads nutzen, aber für beispielsweise zwei Splash-Cymbals – die man ja eher selten auf dem Profil oder ihrer Kuppe anspielt – wäre das eine praxisgerechte Lösung.

Sounds

Nun aber zu den Sounds. Die Anzahl der reinen Drum- und Percussion-Sounds liegt bei ca. 170, hinzu kommen 80 Loop- und Song-Dateien im MP3-Format. Letztere können einem Kit entweder so zugeordnet werden, dass man per Taster einen Song startet, zu dem man spielen kann, oder dass die Loops bei einem Schlag auf ein beliebiges Pad gestartet oder gestoppt werden (Loop), wobei man sie auch nur einmal ablaufen lassen kann und sie dann von selbst stoppen (One-Shot). Obendrein gibt es eine Metronom-Funktion, deren Tempo einem Kit fest zugeordnet werden kann. Das Metronom läst sich auch so einstellen, dass es beim Starten nur einen oder zwei Takte lang spielt und dann aufhört – ideal, um beispielsweise einen Live-Song korrekt einzustarten.

Bei der Sound-Auswahl hat 2box vor allem Wert auf gute Drum-Sounds gelegt, hier bleibt man von nettem, aber oft überflüssigem Schnickschnack verschont. Die Sounds sind teils trocken und teils mit wenig oder auch starkem Raumanteil gesampelt, und das ist auch gut so, denn das DrumIt Five besitzt außer einem Delay (noch) keine weiteren Effekte, und somit auch keinen Hall. Erscheint einem hier der Raumanteil zu stark, lässt er sich relativ gut mit dem Decay-Parameter der Hüllkurve zähmen. Den Sounds muss man wirklich eine hohe Praxistauglichkeit bescheinigen. Hier ist so ziemlich alles vertreten, was das Herz begehrt – ob hoch, tief, Holz oder Metall: alles da! Das DrumIt Five besitzt einen internen Flash-Speicher mit einer Größe von ca. 4 GB, der allerdings nicht komplett belegt ist. Und hier kommt die USB-Buchse auf der Rückseite ins Spiel: Verbindet man das Soundmodul per USB-Kabel mit einem Computer, wird es dort als Laufwerk erkannt, auf welches man beliebig zugreifen kann. Zu sehen sind dann die Ordner, welche die Sounds enthalten, sowie weitere Dateien, darunter 15 Loop-Kits und sogar PDFs der Bedienungsanleitungen.

Vom Computer aus kann man nun nicht nur einzelne Files, die man nicht benutzt, löschen, um Platz zu gewinnen, sondern auch Sounds wieder in das DrumIt Five hinein kopieren. Das kann auf zwei Arten geschehen: Entweder man lädt sich einige der zahlreichen Sounds– die übrigens völlig kostenlos zur Verfügung gestellt werden – von der 2box-Website herunter und legt diese in den entsprechenden Ordner ab, oder man bastelt sich seine eigenen Sounds, wobei einem das mitgelieferte Editor-Programm behilflich ist (siehe Abbildung 1). Das Programm kann zwar noch nicht alles – wie zum Beispiel die drei Spielzonen der Cymbal-Pads separat belegen –, aber es besteht die berechtigte Hoffnung, dass dies mit einem zukünftigen Update möglich werden wird.

Ab Werk ist das DrumIt Five mit 100 Presets bestückt, die sich allerdings alle mit eigenen Kreationen überschreiben lassen; hinzu kommen die 15 LoopKits, bei denen – wie der Name schon sagt – die Pads in der Hauptsache mit Loops belegt sind. Die reine Anzahl der ca. 180 internen Sounds haut einen nicht unbedingt vom Hocker, bedenkt man aber, dass man hier etliche Sounds ohne viel Aufwand einfach dazuladen kann, relativiert sich dieser Umstand.

Fazit

Unterm Strich hat sich das Warten gelohnt. Das DrumIt Five ist ein E-Drumset mit Profi-Features zum sensationellen Mittelklasse-Preis von knapp 2.500 Euro. Sehr schön ist nicht nur, dass das Set bis auf Sticks und Hocker von der Hardware her komplett ausgestattet ist, sondern auch, dass man hier neue Samples unkompliziert in das Soundmodul laden kann. An dieser Stelle ein extra Lob für den Umstand, dass sich die 2box-Samples kostenlos downloaden lassen. Darüber hinaus ruht man sich im Hause 2box offensichtlich auch nicht auf dem bisher Erreichten aus, sondern arbeitet kontinuierlich an Verbesserungen, vor allem der Software.

Auch auf der Hardware-Seite würden dem Set kleine Verbesserungen gut tun. So wäre mir ehrlich gesagt lieber, wenn die Hi-Hat separat auf drei Beinen stehen würde, und auch die Cymbal-Arme mit ihrem fixen Aufhängungswinkel dürften sich gerne variabler verstellen lassen. Wenn sich in diesem Bereich noch etwas tut und vielleicht auch die Software zukünftig sogar das Erstellen von Sounds ermöglicht, bei denen sich alle Spielzonen der Pads auch mit unterschiedlichen Sounds belegen lassen, würde dieser neue E-Drum-Stern nicht nur leuchten, sondern strahlen.

 

Kannst du E-Drums von akustischen Drums unterscheiden?

von Redaktion, 4. Mai 2016 Kannst du ein elektronisches Schlagzeug von einem akutsischen Drums unterscheiden? Die S.E.T. hat zusammen mit 2Box ein Experiment gestartet: Welches der drei Videos hat die richtige Bild/Ton-Kombination?

Alle drei Aufnahmen sind bis auf den Drum-Sound identisch. Aber nur bei einem Video stimmen der Klang des Schlagzeugs und die Videoaufnahmen überein. Bei den beiden andern Clips passt das Bild nicht zum Ton. Im Clip siehst du beispielsweise ein akustisches Schlagzeug und hörst aber das E-Drum-Set. Oder umgekehrt. Bei einem Video wurde die Bild/Ton-Kombination sogar komplett gedreht.


Die Gewinner wurden ermittelt und folgende Preise vergeben:

DIE PREISE:


1. Preis
S.E.T. Kurs
im Wert von bis zu
€ 3480,00
Interface: Studio 192
R65 Monitore (2x)
FaderPort
Studio One Professional
im Wert von
€ 2549,00


2. Preis
2BOX DrumIt
Five Mk2
im Wert von
€ 2.999,00


3. Preis
Fluid Audio F5
im Wert von
€ 299,00

 

4. Preis
Ultimate Acoustics Studio Bundle II
im Wert von
€ 252,00


5. Preis
RODE M5-MP
im Wert von
€ 199,00


Share & Profit
Sonderauslosung für das Posten des Gewinnspiels auf Facebook!
PreSonus Studio one 3 Artist
€ 139,00 

2Box TrigIt Trigger Set Test

Drum Trigger

Akustisch triggern mit Stil von Harry Bum Tschak - 22.04.2015

Das neue, durch seine edle Optik auffallende TrigIt Trigger Set aus dem Hause 2Box ist der Hauptdarsteller in diesem bonedo Test. Dieses insgesamt fünf akustische Piezo Drum Trigger umfassende Set möchte sich all jenen Trommlern empfehlen, die ihre akustischen Drums mit elektronischen Sounds aufpimpen wollen. Im 2Box TrigIt Set enthalten sind ein Mono-Trigger für die Kick Drum sowie vier Dual-Trigger, die jeweils zwei unterschiedliche Signale verarbeiten können und sowohl für Snares als auch für Toms geeignet sind.

Akustische Drum Trigger erfreuen sich seit vielen Jahren einer stetig wachsenden Beliebtheit in der weltweiten Drummer-Community. Das liegt zum einen an ihrer recht einfachen Konstruktion und der zuverlässigen Technologie (Piezo), zum anderen an den immer weiter wachsenden Möglichkeiten elektronischer Klanggestaltung und Sample-Verarbeitung. Kaum eine aktuelle Pop-Produktion verzichtet auf den obligatorischen zugemischten Handclap hier, das irgendwie seltsame Sample da, oder diesen ganz speziellen, irgendwie kombinierten Snare-Sound, der der Nummer ihren Wiedererkennungswert sichert – und der natürlich auch live rübergebracht werden will. Es dürfte sich also offenbar lohnen, sich mit akustischen Drum Triggern näher zu beschäftigen. Schauen wir uns doch mal die neuesten Vertreter dieser Gattung im Detail an: Vorhang auf für die TrigIt Trigger aus dem schwedischen Hause 2Box!


Details

Im Bereich Metal werden akustische Trigger seit Jahren – und zum Leidwesen so mancher Musikerpolizisten aus den Reihen der trommelnden Zunft – vor allem an der Kickdrum gerne dazu eingesetzt, die genreüblichen Doublebass-Gewitter von jeglichen Dynamikschwankungen zu befreien und so die typische Staccatohaftigkeit der Kick- Pattern zu garantieren. Auch kann es sinnvoll sein, bei einer Live-Performance ganz auf Mikrofone an den Drums zu verzichten und stattdessen Trigger einzusetzen: So lässt sich im Falle von Zeitdruck, etwa bei einer Support Show oder beim Festival, die Umbau- bzw. Soundcheck-Zeit erheblich verkürzen, während der Drumsound allabendlich gleich bleibt – Overheads für die Becken bleiben allerdings trotzdem unverzichtbar. Nicht zuletzt können Drum Trigger wie die der 2Box Trigit Serie auch im Studio beim Aufnahmeprozess exzellente Dienste leisten. Zusätzlich zu den akustischen Signalen, die klassisch per Mikrofon aufgenommen werden, lassen sich zum Beispiel die korrespondierenden MIDI-Daten gleich mit aufzeichnen, so dass für eventuell später gewünschtes Zumischen oder Ersetzen von Samples oder Sounds der Weg bereits perfekt geebnet ist.

Schickes Understatement zeichnet sich ab

Das TrigIt Trigger Set kommt in einer unscheinbaren Pappschachtel, in der die fünf Trigger-Einheiten nochmal jeweils einzeln verpackt zu finden sind. Außerdem sind die obligatorische Gebrauchsanweisung sowie ein kleines Zubehörtütchen mit einem 2Box- Stimmschlüssel und zwei Moosgummi-Unterlegscheiben beigelegt. Der optische Unterschied zwischen dem Kick Trigger und den vier Snare/Tom Triggern ist nicht zu übersehen: der Kick Trigger ist etwas länger, schließlich wird er auch auch am deutlich breiteren Spannreifen einer Bass Drum montiert. Die TrigIt Trigger kommen optisch recht edel daher, und meine erste Assoziation nach dem Befreien aus ihren kleinen Boxen ging so in die Richtung „ahh, ok, dies sind also nun Drum Trigger im Apple Look ...“, ein Eindruck, welcher dem „mattes Aluminium trifft auf schwarzen Kunststoff“ - Look geschuldet ist, den die Apfel-Macher aus Cupertino in den letzten Jahren so erfolgreich bei ihren Maschinen etabliert haben. Im Falle der 2Box Trigger handelt es sich zwar nicht wirklich um Aluminium, sondern um satiniertes Metall, das Ergebnis sieht aber dennoch ziemlich cool aus.

Die untere Hälfte der Trigger-Einheit besteht aus schwarzem, glänzenden Plastik und trägt das 2Box Logo als Relief. In diesem Plastikteil ist dann auch die Buchse für das Anschlusskabel verbaut. Ein 6,3 Millimeter Standard Klinkenkabel (Mono für Kick, Stereo für die dualen Trigger) wird seitlich in die Plastikbuchse eingesteckt. Damit beide Trigger-Varianten fest am Bestimmungsort Spannreifen montiert werden können, greifen die Hersteller aus Schweden auf eine altbewährte Konzeption zurück: Eine Kombination aus zwei Stäbchen innen und einer außenseitig mit dem Stimmschlüssel einzustellenden Gegenschraube soll die Trigger am Spannreifen der jeweiligen Trommel fixieren. Diese Stäbchen sind zusätzlich noch mit Silikon ummantelt, um ein Verrutschen des Triggers auf dem Spannreifen zu vermeiden.

Piezo-was?

Das Herzstück jeder Einheit ist natürlich der Piezo Trigger selbst. Gebettet auf einem runden, gelben Stück Schaumstoff liegt der „Long Life Transducer“, ein Euro-Cent-großes Metallplättchen, welches die Vibrationen des Schlagfells wahrnimmt. Im Mono-Trigger ist ein einzelner, sichtbarer Piezo verbaut, während im Stereo-Trigger zusätzlich noch ein zweiter Piezo im oberen Gehäuseteil versteckt ist, um so die Impulse des Rims abzunehmen. Wer sich über das Piezo-Prinzip in technischen Details genauer weiterbilden will, kann sich unter diesem Wikipedia-Link Infos einholen. Für alle anderen geht es jetzt direkt in die Praxis.

Praxis

Die TrigIt Trigger sind auf eine perfekte Zusammenarbeit mit dem hauseigenen 2Box Drumit Five Sound-Modul optimiert, funktionieren laut Hersteller aber auch mit allen gängigen Interfaces und Modulen. Wie gut und schnell sie triggern, hängt zwar im ersten Schritt von den Triggern selbst ab; wie der Impuls aber dann vom „Empfänger“ verarbeitet wird, ist eine Einstellungssache an eben diesem Gerät. Nachdem wir die TrigIt Trigger nun ausgepackt, bestaunt und bezüglich ihrer technischen Funktionalität erläutert haben, wird es Zeit, sie in Aktion zu erleben.

Ran an die Kessel

Das erste Anklemmen des Kick Triggers an den Holzspannreifen meiner 22 Zoll Bass Drum ist in wenigen Sekunden vollbracht, gleiches gilt für die Snare/Tom Trigger an den Spannreifen der anderen Trommeln. Durch die Silikonummantelung der vertikalen „Stäbchen“, die den Trigger am Rim halten, sitzen alle TrigIts, nachdem ich noch die außen liegende Konterschraube per Stimmschlüssel leicht angezogen habe, wirklich bombenfest. Die TrigIt Trigger arbeiten mit Klinkenkabeln – im Gegensatz zu den massiveren XLR-Steckern, die beispielsweise beim Klassiker von ddrum zum Einsatz kommen. Weil diese Klinken seitlich in die Plastikbuchse eingesteckt werden – laut Hersteller eine Maßnahme, um ungewolltes Herausrutschen zu verhindern –, empfehlen sich seitlich abgeknickte Klinkenkabel, weil mit ihnen der Positionierungsspielraum am Kessel etwas größer bleibt. Die Plastikbuchsen sowie der untere Plastikanbau lassen den ansonsten wertigen Eindruck der Trigger schon etwas schwinden. Da ich von Haus aus ein erklärter Freund hochwertiger Steckerverbindungen bin, ist meine Begeisterung für die Trigits nun doch ein wenig getrübt.

Auch am Tom Tom klemmt der TrigIt ausgezeichnet.

Ein guter Trigger braucht immer einen guten Partner

Nichtsdestotrotz heißt es nun: ran ans Modul. Da ich kein 2Box Modul zur Verfügung habe, mache ich den Test mit Fremdherstellern und verbinde die TrigIts zunächst mit einem Alesis I/O Drum to MIDI Converter. Dabei handelt es sich um einen reinen Wandler, der selber keine Sounds ausgibt, sondern lediglich das eingehende Trigger-Signal in verwertbare MIDI-Daten für einen Klangerzeuger wie einen Drum Synth oder einen Rechner umwandelt. Zuvor werden noch flugs die Klinkenkabel mit den Eingängen des Alesis verbunden, und schon signalisiert mir das Gerät per Lichtanzeige: „ja, wir haben Kontakt“. Nun geht es darum, die relevanten Parameter für die Trigger-Eingänge im Alesis Converter an die externen Trigger anzupassen: MIDI-Note und -Kanal, Trigger-Typ (Piezo), Threshold (Schwellenwert), Sensitivity (Empfindlichkeit) und CrossTalk (Übersprechungen). Dies sind die Standardparameter, die in allen kompatiblen Wandlern oder Modulen mehr oder weniger genau so zu finden sein sollten. Und siehe da: nach ein paar schnellen Änderungen und Anpassungen funktionieren sowohl der Kick Trigger als auch die Snare/Tom Trigger sofort wunschgemäß – im Mono-Betrieb, also mit einem einzelnen Signal pro Trigger. Um auch die duale Trigger-Funktion der Stereo-Trigger an Snares oder Toms auszuschöpfen, also zwei unterschiedliche Impulse von Fell und Spannreifen der Trommel zu verarbeiten, bedarf es eines Stereo-Klinkenkabels und eines Stereo-fähigen Trigger-Eingangs am Modul. Ist dieser so wie hier am Alesis I/O gegeben, muss nur noch ein zweites Sample einer weiteren MIDI Note zugeordnet werden, die zuvor beschriebenen Parameter kurz auch für dieses Trigger-Signal angepasst werden, und schon kann ich einen anderen Sound über den Rim der Snare oder den Toms abfeuern als über das Schlagfell. Funktioniert top!

Was mir allerdings auffällt, ist, dass die Ausgabelautstärke der Rim-Trigger-Samples grundsätzlich etwas geringer ist als die des Fell-Triggers, unabhängig vom gewählten Sample. Das ist kein großes Problem, es erfordert lediglich ein wenig Nachjustieren an der Sample-Lautstärke oder der Ausgabe-Velocity am Converter. Ein „Gegentest“ mit meinen eigenen Triggern der Firma ddrum (die roten, klobigen Klassiker, Ihr wisst schon...) bringen ein quasi identisches Ergebnis; dieses Phänomen liegt also in der Natur der Sache. Und ist eigentlich auch logisch, wenn man bedenkt, dass ein Piezo, der direkt auf einem schwingenden Fell aufliegt, einfach mehr „Impact“ bekommt als der zweite Piezo, der „nur“ die Vibrationen des Rims im Trigger-Gehäuse aufnimmt.

Augen auf beim Modul-Kauf

Wir stellen also erfreut fest, dass beide Varianten der TrigIt Trigger sofort problemlos einsetzbar sind – vorausgesetzt, das angeschlossene Modul ist kompatibel. Dass dies jedoch nicht mit allen großen Herstellern der Fall ist, soll hier auch nicht unerwähnt bleiben. Beispielsweise sind meine Yamaha Module weder mit den hier getesteten 2Box Trigits noch mit anderen Stereo-Triggern mit Piezo Technologie kompatibel. Eine Tatsache, die dem Umstand geschuldet ist, dass Yamahas Rim-Trigger-Prinzip auf „Schalter-Technologie“ basiert und nicht auf „Spannung“ (Piezo). Im Klartext heißt das: Werden die TrigIt Trigger an ein Modul wie das Yamaha DTXtreme III angeschlossen, funktionieren sie zwar ganz gut im Mono-Betrieb, aber ein dualer Betrieb ist schlicht nicht möglich, weil das DTXtreme die beiden Signale nicht trennen kann.

Für einen weiteren Versuch schnappe ich mir das Yamaha DTX Multi 12, mit dem Resultat, dass das Multipad zwar grundsätzlich – mit ordentlich Gefummel – eine Trennung von Head- und Rim -Signal leisten kann, aber von einem guten, stabilen Ergebnis und angenehmem Arbeiten kann auch mit diesem Gerät nicht die Rede sein. Ein Telefonanruf bei einem vertrauten Experten ergibt, dass die Produkte von Yamaha in diesem Punkt eine Ausnahme darstellen, denn alle anderen „großen Namen“ (Roland, ddrum, Alesis, 2Box) sind definitiv Piezo-Trigger-kompatibel. Also mache ich einen Kurz-Check mit dem Roland TD 20 eines befreundeten Berliner Trommlers und siehe da: plug & play mit den TrigIts ist mit dem Roland-Modul, wie angekündigt, sowohl im Mono- als auch im Stereo-Modus absolut kein Problem. Die Signale der dualen Trigger werden sofort einzeln erkannt und können mit den oben genannten Parametern prima justiert werden.

Feinjustierung und die Grenzen des Triggerns

Nun wissen wir also um die Kompatibilität der TrigIt Trigger mit Modulen verschiedener Marken, aber wie steht es denn um den Zufriedenheitsfaktor des testenden Trommlers mit der triggernden Arbeit der kleinen Schweden... ? Nun ja, solange man die „natürlichen Grenzen“ des Konzeptes „anklemmbarer Piezo-Trigger“ im Auge behält und die Faktoren, die zum bestmöglichen Ergebnis führen, beachtet und ausschöpft, liefert die Verwendung dieser Trigger ein durchweg positives Erlebnis. Dennoch darf man keine Wunder erwarten, und man muss vor allem verstehen, dass der Trigger immer nur „der Überbringer der Nachricht“ ist. Das entscheidende Element in dieser Kette bleibt das Modul bzw. der Converter, und von dessen Qualitäten hängt das Ergebnis maßgeblich ab.

Der klassische Konflikt zwischen Übersprechungen oder Doppel-Triggern (Crosstalk) mit dem Retrigger-Wert, der angibt, wieviel Zeit zwischen zwei Schlägen vergehen muss, bevor der nächste Impuls weiterverarbeitet werden kann, ist ein Grund dafür, dass ein solcher Trigger nie exakt jede Nuance des menschlichen Spiels verarbeiten kann. (Buzz)-Rolls oder sehr „schnelle“ Noten beispielsweise sind schwierig zu handhaben, nicht zuletzt auch für den Klangerzeuger, egal, ob dieser nun Hardware- oder Software-basiert ist.

Es lohnt sich aber auch, besonders beim Kick Trigger, mit der Fellspannung der Trommel zu experimentieren, denn zusätzlich zu den elektronischen Parametern spielt die Konstitution der Auflagefläche für den Trigger und das daraus resultierende Schwingverhalten des Fells auch eine wichtige Rolle bei der Genauigkeit des Trigger-Vorgangs. Bewegt man sich in Stimmungsbereichen, in denen die bestückten Drums auch noch gut klingen, liegt man schon mal grundsätzlich richtig. Kleine Veränderungen in der Fellstimmung, vor allem bei der Kick, können dann das Zünglein an der Waage sein und noch eine spürbare Verbesserung herbeiführen. Extreme Fellspannungen hingegen, ob nun ultralose oder bretthart, erschweren dem Piezo Trigger die Arbeit und sind eher kontraproduktiv, was bei genauerer Überlegung auch ganz logisch erscheint.

Fazit

Das Gesamturteil über das TrigIt Trigger Set von 2Box ist ein positives. Beide Trigger-Versionen machen ihren Job prima, sind einfach zu handhaben und kommen dabei optisch edel, aber dezent rüber. Ihre flache Darreichungsform lässt die TrigIts am Set fast unsichtbar werden. Dass man Klinkenkabel an Stelle von XLR-Steckern verwendet, ist nachvollziehbar, dennoch würde ich immer die massigere, aber auch stabilere XLR-Variante bevorzugen. Gleiches gilt für den gesamten unteren Teil der Einheit, inklusive der Buchse – beides ist leider komplett aus Plastik gefertigt. Kann man so machen, es dämpft den ansonsten stimmigen Eindruck aber etwas. Unabhängig von solchen Äußerlichkeiten reihen sich die 2Box TrigIt Trigger aber nahtlos in die Reihe der Klassenbesten dieses Segments ein (ddrum, Roland). Was Schnelligkeit und Genauigkeit des Triggerns angeht, liegen sie mit diesen ebenso auf einer Linie wie auch preislich. Insofern heißt die Devise für den Trigger-willigen Drummer: „Finde den Wandler / das Modul Deiner Wahl“ – Yamaha gilt es aus zuvor erläuterten Gründen zu vermeiden – und lass Deinen Geschmack entscheiden. Happy Triggering!

·         PRO

·         edle Optik

·         schnelles, sauberes Triggern

·         sicherer Halt an den Trommeln

 

·         CONTRA

·         Klinkenkabelposition am Trigger schränkt die Positionierung der Trommel ein

·         Plastikteile rund um die Kabelbuchse werten das Gesamtbild etwas ab

Die neue Alternative für das akustische Triggern - die 2Box TrigIt Modelle

·         Technische Spezifikationen

·         Hersteller: 2Box

·         Bezeichnung: TrigIt Trigger Set

·         Herkunftsland: Schweden

·         Merkmale: fünfteiliges Piezo Drum Trigger Set zum Anklemmen an Trommel-Kessel

·         vier Stereo Triggern für Snares und Toms

·         einem Mono Drum Trigger für Bass Drum

·         Anschluss per 6,3 mm Klinkenkabel

Alter Schwede!

Kann das 2Box Kit sogar E-Drum Muffel überzeugen?

Amazona.de – 15. Dezember 2013 – Oliver Schulte

Dass die Schweden eine eigene Vorstellung von Gestaltung und Design haben, wissen wir von deren Autos, Häusern und auch Instrumenten. Schon vor 20 Jahren bauten die Nordmänner unglaublich gute Drumsound-Module mit tollen Samples, die damals schon sehr natürlich klangen und über sehr gute Triggereigenschaften verfügten. Die etwas merkwürdig aussehenden, sperrigen Metallkästen mit eigenartig angeordneten Tasten und Knöpfen, die aus einer frühen Raumfahrtmission hätten stammen können, wurden damals von der Firma Clavia unter dem Namen DDrum verkauft (die heutige Firma DDrum hat damit nichts mehr zu tun). Teilweise sind diese Apparate immer noch in Studios oder auf Bühnen zu finden, verrichten dort zuverlässig ihren Dienst und klingen sogar noch richtig zeitgemäß.

Eben diesen schwedischen Tüftlern und Entwicklern ist es zu verdanken, dass es seit einigen Jahren den Nachfolger der goldenen DDrum Ära gibt: Das 2Box Drumit Five – die konsequente Weiterentwicklung des damaligen DDrum4. Optisch anders als alles Übliche, brüllt einem das 2Box Drumit Five in schrillem Orange entgegen. Ganz als wolle es mitteilen: Hey, ich bin anders als die anderen. Das ist es auch – und zwar nicht nur äußerlich!

Das 2Box Drumit Five MK2 - welcome to the 21 century

Das Rack – Ein Baugerüst für Drummer

Das schicke Aluminium-Rack des 2Box Drumit Five kommt mit zwei gebogenen Frontstangen, die gegenläufig zueinander angebracht werden (beim Aufbau nicht   verwechseln, sonst ist das Kickpad zu weit weg und die Toms zu nahe). Die Schraubverbindungen des Racks packen ordentlich zu. Beim erstmaligen Aufbau ist durch die innenliegenden Gummiunterlagen etwas Geduld und Schraubarbeit nötig, dafür sitzt anschließend alles bombenfest, da rutscht und wackelt nichts. Es hat ausreichend Standfläche, sodass viel Spielraum zum Einstellen der Pads bleibt. Alle den Boden berührenden Bauteile sind mit Gummi unterlegt (auch die Pedale, vorne und hinten), wodurch Trittschallgeräusche weitestgehend eliminiert wurden. Mittels einer Schraube und Kugelgelenken lassen sich alle Pads einfach in Position bringen.

Das Rack des 2Box Sets ist superstabil

Die Pads – Das Auge spielt mit

Knalliges Orange ist bestimmt nicht jedermanns Sache, doch hat der Kunde hier keine Wahl. Es gibt nur diese eine Farbe, nur dieses eine Set. Ob sich bei ein oder zwei anderen Farbvarianten nicht noch mehr Drummer vom 2Box Drumkit überzeugen ließen, bleibt dahingestellt. Es wäre auf jeden Fall schade, wenn nur die Farbe irgendjemanden vom Kauf abhalten würde, da die technischen Aspekte des schwedischen Schlagzeugs absolut überzeugen. So sind zum Beispiel keine Kunststoff-Bauteile verwendet worden. Alles ist aus massivem Metall. Die angenehme Größe der Pads gibt einem das Gefühl, an einem „ausgewachsenen“ Drumkit zu sitzen. Der Snare Durchmesser beträgt 12 Zoll, die Toms haben 10 Zoll und das Kickpad 14 Zoll. Bestückt ist das Set mit einlagigen Meshheads (Gewebefelle), auch normale Schlagfelle kann man aufziehen. Demnächst sollen noch neuartige Rubberheads erhältlich sein. Alle Pads sind durch den zusätzlichen Rim Trigger mit jeweils zwei Sounds belegbar. Auch zwei komplett unterschiedliche Soundbelegungen sind möglich. Die Hihat misst 12 Zoll und die Beckenpads jeweils 14 Zoll. Die Beckenpads haben durch ihren Metallkern ein angenehmes Gewicht, das in etwa dem eines echten Beckens entspricht und einen guten Rebound bietet. Einzig das Hihat-Pad könnte etwas massiger sein. Da das Pad bei starkem Anschlag schon mal heftig in Bewegung kommt und sich dann nicht mehr optimal kontrollieren lässt, muss man sich beim Spielen etwas beherrschen. Auch bei schnell hintereinander folgenden Hihat Öffnungen wird mal ein Anschlag verschluckt. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf. Zum Kalibrieren und Spielen muss das Hihat-Pad auf einem kleinen Sockel aufliegen (siehe Bild). Eine Neukalibrierung sollte nach Veränderungen an der Hihat immer durchgeführt werden. Die Becken-Pads verfügen über drei unterschiedliche Spielzonen: die Kuppe, den mittleren Bereich und den Rand, der die Choke Funktion (das Abstoppen des Beckens) steuert. Den Choke muss man anfangs etwas üben, da man weit außen am Rand abstoppen muss.

Blick auf die Unterseite der Hihat

Das 2Box Brain – mit guten Multilayer Sounds vollgestopft

Die Sounds

Nachdem ich schon von den alten DDrum Produkten immer sehr angetan war, hatte ich auch an das 2Box Drumit Five sehr hohe Erwartungen. Aufgrund der Optik des Sets hätte ich mit jeder Menge Elektro-Future-Blubber Sounds gerechnet, aber siehe da, die Ingenieure sind sich treu geblieben und haben möglichst nach echtem Akustikschlagzeug klingende Samples in das Brain geladen. Gleich beim ersten Preset bekommt man ein breites Grinsen ins Gesicht. Hier wird Dynamik wirklich umgesetzt. Der Sound verändert sich deutlich bei unterschiedlich starkem Anschlag (auch bei der Bassdrum). Bei den meisten anderen E-Sets werden die Sounds bei dynamischem Spiel nur leiser oder lauter, aber das intelligente Multilayer-Verfahren macht den Klang dieser „Orange“ ziemlich echt. Die Samples klingen angenehm warm und haben eine erstaunliche klangliche Tiefe. Selbst feine Ghostnotes auf der Snare sind gut zu kontrollieren.  Ein 2Box Multilayer Sound besteht aus 50 bis 100 einzelnen Samples, die in ansteigenden Lautstärkestufen aufgenommen wurden. Übereinander geschichtet führt das zu einem schönen, natürlichen Sound.

Die Bedienung

Es gibt zwei Menüs: Im „Kit“ Menü findet man alles, was direkt mit den Sounds und deren Bearbeitungsmöglichkeiten zu tun hat. Hier wählt man das Kit, die Effekte, stellt den EQ, die Lautstärke sowie Balance und Pitch ein. Ein kleiner Mixer findet sich im Menü „Unit“. Hier geht es weiter mit der Zuweisung der Ausgänge, Kalibrierung der Hihat, dem Metronom, MIDI und den Routing Einstellungen.

Das Open Sound System

Ein weiteres Highlight des 2Box Sets ist die Möglichkeit, die Software jederzeit durch Updates auf dem neuesten Stand zu halten. So veraltet das System nicht und man ist nicht gezwungen, in regelmäßigen Abständen neue Modelle des Herstellers zu kaufen. Das ist eine tolle Sache für den Kunden, ob die Rechnung auch für 2Box aufgeht, wird sich zeigen. Man möge es den Schweden wünschen, denn diese Möglichkeiten bietet so kein anderer Hersteller. Die Installation der Updates ist sehr einfach. Dazu schließt man das „Brain“ einfach per USB an den Rechner an, das Modul wird als „Festplatte“ erkannt. Jetzt werden im Browser alle auf dem Brain vorhandenen Dateien angezeigt. Nun tauscht man das alte OS gegen das neuere, das man zuvor kostenlos von der 2box.se Seite heruntergeladen hat. Es sind auch keine langen Downloads nötig, da die Update Datei mit 107 KB sehr klein ist.

Der Editor

Ähnlich einfach gestaltet sich das Hinzufügen oder Austauschen der Sounds, Loops oder Songs im Drumit Five Drummodul. Es lässt sich jedes erdenkliche Sample in das „Hirn“ des 2Box Drumit Five laden. Außerdem gibt es auf der Homepage des Herstellers immer wieder viele neue und wirklich gute Samples for free! Der Drumit Five Editor, ebenfalls ein kostenloser Bestandteil des 2Box Konzepts, dient zum Austausch der Dateien zwischen Rechner und Drummodul. Hierzu muss man das 2Box Brain im USB Modus starten, das Modul wird erkannt und der Austausch kann beginnen. Eigene produzierte Samples werden über den Editor beim Importieren automatisch ins passende .dsnd Format gewandelt. So kann man theoretisch auf Zusatzgeräte wie Samplepads verzichten, wenn einem die Anzahl der Pads des 2Box Drumit Five Drumkits denn genügen. Hier eröffnet sich auch die Möglichkeit, das 2Box System teilweise als elektronische Ergänzung am Akustik Set zu integrieren. Benötigt man als Drummer einen bestimmten Loop oder einen Sound, stellt man sich beispielsweise ein 2Box Pad an die Seite. Das Grooven zu den gut produzierten Playalongs macht ebenfalls viel Spaß. Die Loops lassen sich über das Anspielen eines Pads starten und stoppen. Stilistisch wird eine große Bandbreite geboten.

Innenleben des Hihat Pads

Die Anschlussmöglichkeiten

Es wurde an alles gedacht: Die Rückseite des Brains bietet 10 doppelt belegbare Triggereingänge. Sechs frei konfigurierbare Ausgänge plus Kopfhörerausgang und Line-Eingang. MIDI In/Out Buchsen sind natürlich auch vorhanden. Dann noch der USB-Anschluss für den Datenaustausch mit dem Rechner. Damit sind ausreichend Möglichkeiten für professionelle Anwendungen – live oder im Studio – geschaffen.

Die Anschlüsse auf der Rückseite

Fazit

Wer eine authentische Digitalisierung von akustischen Drums im E-Set sucht, wird hier fündig. Warm und tief klingende, erstklassige Drumsounds, gepaart mit der sehr guten Bespielbarkeit der Pads, machen das 2Box Drumit Five zu einem wirklichen Hammer. Die Verarbeitung ist super, Rack und Pads sind stabil. Das Gespielte wird vom 2Box Brain sensibel wiedergegeben. So mancher Profi konnte beim Hören von Aufnahmen des Sets nicht feststellen, dass es sich um ein E-Drumset handelt. Die Software bleibt durch kostenlose Updates immer auf dem aktuellsten Stand. Jeder beliebige Sound kann in das 2Box geladen werden. Das alles gibt es zum fairen Preis.

Plus

  • Preis-Leistungs-Verhältnis

  • Verarbeitung

  • Spielgefühl

  • sehr realistische Akustik-Sounds durch 24 Bit Multilayer Technologie

  • gute Fußmaschine inklusive

  • Update-fähiges System (Updates kostenfrei)

  • freies Importieren jeglicher Sounds

Minus

  • keine farblichen Varianten

  • Hihat Pad setzt bei schnellen Öffnungen nicht immer alles Gespielte im Detail um

2Box DrumIt Five MK2 E-Drum Set Test

E-Schlagzeug inklusive Hardware und Modul

Angriff aus dem Norden

von Alexander Berger , Lars-Oliver Horl - 10.12.2013

Das von uns getestete 2Box DrumIt Five Mk2 wurde in Schweden entwickelt - und wer bei E-Drum und Schweden den Namen DDrum assoziiert, der liegt goldrichtig. Gründer von 2Box und kreativer Geist hinter dem DrumIt Five ist nämlich ein gewisser Herr Bengt Lilja, der gemeinsam mit seinem Chef-Entwickler Rik van der Brugghen schon 2002 für das Clavia DDrum 4 verantwortlich zeichnete. Dieses war zu seiner Zeit sehr erfolgreich und wurde vor allem für seinen hohen Dynamikumfang geschätzt wurde. Die charakteristische Farbe des Soundmoduls und der Beckenpads war damals übrigens ein auffälliges Rot. Wenn man diese Punkte zusammenzählt, ist es naheliegend, dass man das DrumIt Five eine Art inoffizieller Nachfolger des DDrum 4 bezeichnen könnte. Aus Vier mach Fünf, aus Rot mach Orange, und schon sind wir - zumindest was Namensgebung und Optik angeht - bei unserem Testkandidaten angelangt.

Wenn man heutzutage die Möglichkeiten zur digitalen Simulation natürlicher Drums betrachtet, dann sieht man sich einer beträchtlichen Kluft gegenüber, die zwischen dem hohen Realitätsgrad aktueller Software-Libraries und den internen Sounds der Hardware-Module klafft. Die Macher der angesagten E-Drum Systeme scheinen der technischen Entwicklung immer etwas hinterher zu hinken, denn selbst teure Instrumente sind immer noch mit Sound-Libraries ausgestattet, die einfach nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Eine zu grob abgestufte Dynamik und der berüchtigte Machinegun-Effekt sollten eigentlich Relikte aus einer vergangenen technischen Generation sein - zumindest in der oberen Preisklasse der E-Drum-Boliden haben sie definitiv nichts mehr zu suchen - und doch sind sie nach wie vor präsent. Alter Schwede, da wird es doch Zeit für ein bisschen frischen Wind, dachte man sich bei 2Box und schickte das DrumIt Five Mk2 ins Rennen, das mit Schlagwörtern wie "offene Soundarchitektur" und der Tatsache, dass es über verhältnismäßig spektakuläre vier Gigabyte Flash-Speicher verfügt, aufhorchen lässt.

Die erste Version des DrumIt Five kam bereits 2009 auf den Markt, war aber technisch noch nicht wirklich ausgereift. Die Anwender beklagten neben der mäßigen Hardware-Verarbeitung vor allem ein wackeliges Rack und eine hohe Anfälligkeit für Doppeltrigger und Übersprechungen zwischen den Pads. Zudem fehlte für lange Zeit ein Editor, mit dem sich eigene Multisamples in das 2Box-Format wandeln ließen.

Das Betriebssystem des 2Box Brains wurde in der Zwischenzeit auf Version 1.26 geupdatet, und auch der Kit- und Soundeditor kann mittlerweile von der Hersteller-Website heruntergeladen werden. Das DrumIt Five Mk2 bringt insgesamt ein Gewicht von etwa 35 Kilogramm auf die Waage. Im Studio, im Proberaum oder im häuslichen Wohn- oder Musikzimmer sollte man eine Fläche von etwa 130 mal 100 Zentimetern für das komplett aufgebaute Set einplanen.

Ziemlich retro: Das orangefarbene 2Box-Modul mit zu kleinem Display

Details

Der Lieferumfang beinhaltet neben dem Soundmodul ein 14-Zoll-Kickpad, drei Tom-Pads mit jeweils zehn Zoll Durchmesser sowie ein zwölf Zoll großes Snare-Pad. Die beiden Beckenpads haben jeweils 14 Zoll Durchmesser, während die Hi Hat wiederum mit zwölf Zoll etwas kleiner ausfällt. Da der schwarze Gummimantel der Becken auf lange Sicht ein Verschleißteil ist, wird in der Dokumentation darauf hingewiesen, dass die Ränder der Becken in einem möglichst flachen Winkel angespielt werden sollten. Die Pads bieten drei Zonen an: Bow, Edge und Bell. So kann das Brain zwischen der "normalen" Spielweise auf einem Ride, Schlägen am Rand des Beckens und einem Anspielen der Beckenglocke unterscheiden. Manuelles Abstoppen wird ebenfalls ausgewertet.

Heute schon kalibriert? Die 2Box Hi Hat mit Magnet im Alusockel

Das Kick-Pad, die Tom- und Beckenpads sowie das Modul werden an einem Aluminiumrack montiert, das seit der Urversion des Instruments komplett überarbeitet wurde. Ein handelsüblicher doppelstrebiger Snareständer bietet sicheren Halt für das Snare-Pad, und auch für das Hi-Hat-Pad wird ein Stativ mitgeliefert, wie man es von akustischen Drumsets her kennt - allerdings ohne Füße und dafür mit einer speziellen Halterung zur Befestigung am Rack.

Werfen wir nun einen Blick auf die Steuerzentrale des DrumIt Five. Auf der Vorderseite des stabil wirkenden Metallgehäuses finden sich zehn Channel-Buttons, mit denen - zum Teil über Tastenkombinationen - die insgesamt 15 Trigger-Kanäle des Moduls angesteuert werden können. Rechts davon sind sechs Drehknöpfe um ein sehr rudimentär gehaltenes 17x4-Zeichen-LCD-Display herum angeordnet, die in Kombination mit vier weiteren Navigationsbuttons für das Bearbeiten der Parameter des 2Box Brains zuständig sind. Auf der Rückseite befinden sich neben den Trigger-Eingängen ein Line-In, die Kopfhörerbuchse, der USB-Anschluss, MIDI-In- und Out-Buchsen sowie sechs Einzelausgänge. Im Modul sind insgesamt 100 Werkskits enthalten, die größtenteils Naturdrums simulieren, aber auch Percussion-Instrumente und elektronisch erzeugte Dance-Sounds beinhalten.


Praxis


Hardware + Pads

Für den ersten Aufbau des Racks muss man ein wenig Geduld mitbringen. Sobald der Schlagzeugerkäfig steht, kann er aber zum Transport praktisch zusammengeklappt und innerhalb kurzer Zeit wieder aufgestellt werden. Die Positionierung von Toms und Becken gestaltet sich dank der Kugelgelenke an den Halterungen absolut frei. Dass die Toms beim Spielen ein wenig mitschwingen, empfinde ich persönlich sogar als ein kleines und realistisches Plus. An der Standfestigkeit des Racks hingegen gibt es absolut nichts auszusetzen.

Einfach und flexibel: Kugelgelenke zur Positionierung der Pads

Erhöhen wir den Zoomfaktor ein wenig und sehen uns die verschiedenen Pads einmal genauer an. Die Trommelpads sind aus Aluminiumguss gefertigt und verfügen über jeweils sechs Stimmschrauben, mit denen die Spannung der Mesh-Heads und damit auch das Rebound- und Triggerverhalten angepasst werden können. Im Vergleich zu den altbekannten Gummipads bieten Mesh-Heads einen deutlich realistischeren Rebound und entwickeln, vor allem in der einlagigen Ausführung wie beim Testset, eine geringere Lautstärke beim Spielen. Zwei Vorteile also, von denen vor allem letzterer für den Mieter in der Wohnung nebenan erfreulich sein dürfte. Der Nachteil der einlagigen Felle liegt in der reduzierten Belastbarkeit, die den Einsatz relativ dünner Drumsticks - der Hersteller empfiehlt 5A-Modelle - erfordert. Bei Bedarf lassen sich die Felle allerdings wechseln und sogar durch echte Felle von akustischen Drumsets ersetzen. Das Wohlwollen des eben erwähnten Nachbarn wird das zwar möglicherweise etwas überstrapazieren, für den Einsatz auf größeren Bühnen oder im Studio kann diese Möglichkeit aber ein weiteres Plus an authentischem Spielgefühl bedeuten. Abgesehen von der Bassdrum bieten alle vier Trommelpads neben der Fell- auch eine Rim-Zone, die mit Rimclicks, Rimshots oder anderen Sounds belegt werden kann.

Das Spielgefühl ist relativ weich und angenehm. Nach ein wenig Anpassung der Trigger-Parameter kommt bei mir mit geschlossenen Augen das Gefühl auf, an einem echten Drumset zu sitzen und einen kräftig bearbeiteten Monitormix auf den Kopfhörern zu haben. Ob dies nun an einem von 2Box selbst gerühmten ultraschnellen Triggerverfahren liegt oder schlicht und einfach mit der Tatsache zusammenhängt, dass manche Trommeln in über 100 Velocity-Layern - also bestehend aus ebenso vielen Einzelsamples - zur Verfügung stehen, kann ich nicht beantworten. Einen Machinegun-Effekt gibt es bei den Drumsound-Simulationen akustischer Sets quasi nicht. Presswirbel auf der Snare fühlen sich zwar nicht ganz realistisch an, Double-Stroke-Rolls und schnelle Einzelschläge funktionieren aber sehr schön. Am Ende des kurzen Audiobeispiels im Player ist zu bemerken, wie die Tonhöhe der Toms bei den immer härter werdenden Anschlägen naturgemäß zunimmt.

Bum-Bum-2Box: Am Rack installierte Fußmaschine mit Tennisball-Beater

Für das Kick-Pad wird eine Standard-Fußmaschine mitgeliefert, die mit einem Triggerball-Beater ausgestattet ist. Der Kopf dieses Beaters besteht aus Gummi, ist mit einer dünnen Filz-Schicht überzogen und erinnert ein wenig an einen zu klein geratenen Tennisball. Der Vorteil liegt ganz klar in der Schonung des Mesh-Heads, aber auch in Sachen Spielgefühl kann die Elastizität des Materials punkten. In Kombination mit dem leicht mitschwingenden Kickpad hat man beim DrumIt Five das Gefühl, eine wirklich mächtige Bassdrum zu spielen. Die Drei-Zonen-Beckenpads wirken beim ersten Kennenlernen des DrumIt Five Mk2 überraschend schwer. Unter einer Schicht aus Gummi verbergen sich zwei fest übereinander gelegte Metallplatten, dementsprechend fällt die Lautstärke beim Spielen deutlich lauter aus als bei den Trommelpads. Der Rebound ist zwar nicht so ausgeprägt wie bei echten Becken, geht aber meiner Meinung nach in Ordnung.

Die Zonenerkennung funktioniert prinzipiell zufriedenstellend, hat aber auch ihre Grenzen, die sich darin äußern, dass ein hauchzartes Streicheln der Glocke einen leisen Bow-Sound erzeugt oder bei Schlägen im Bow-Bereich zwischenzeitlich der Randsound erklingt. Auch in puncto Dynamik erfordert es eine gewisse Eingewöhnungszeit, um die jeweils richtige Anschlagstärke zu finden.

Heavy Ride: Die Beckenpads bestehen aus zwei Metallplatten mit Gummiummantelung

Kompatibilitätsprobleme wird es aber vor allem mit den Hi-Hats geben, da beim DrumIt Five zum Erkennen des Öffnungsgrades ein eigenes System mit einem Sensor verwendet wird. An dieser Stelle ins Detail zu gehen, würde ein wenig zu weit führen. Ich möchte mich daher mit der Aussage begnügen, dass dies natürlich nichts mit Raumakustik, sondern vielmehr mit einem Magneten zu tun hat, der anstelle eines unteren Hi-Hat-Beckens auf das Stativ gelegt wird. Die ersten Versuche gestalten sich als ein wenig holprig, aber vor allem nach einer Experimentierphase mit der Kalibrierungsfunktion im Brain kann ich mich mit dem System anfreunden und das Verhalten der Hi-Hats weitgehend an meine Bedürfnisse anpassen. Ärgerlich ist allerdings, dass sich das Hi Hat-Pedal dreht, obwohl die Befestigungsschelle am Rack maximal festgezogen ist.

Das 2Box Brain

Leider ist die Menüführung des Moduls ein wenig unübersichtlich geraten, was vor allem mit der etwas kryptischen vierzeiligen Textdarstellung im etwas zu klein geratenen Display zusammenhängt. Ohne ein ausgiebiges Wälzen des Benutzerhandbuchs kann es hier schon einmal vorkommen, dass man die eine oder andere wichtige Funktion schlicht und einfach übersieht. Hier ist also Kennenlernen angesagt. Einige Sounds haben deutlich hörbare Rauschfahnen, was aber nichts daran ändert, dass die meisten Kits auf Anhieb Spaß machen. Dies liegt vermutlich auch daran, dass die Samples teilweise intensiv bearbeitet sind - EQ, Kompressor und Hallgeräte scheinen eine große Rolle beim Erstellen der Library gespielt zu haben. Der Vorteil dabei ist, dass die einzelnen Kits schon von vornherein nach fertig abgemischten Drumsets klingen und größtenteils relativ durchsetzungsfähig sind. Andererseits wird dadurch die Möglichkeit geschmälert, alle Instrumente frei miteinander zu eigenen Kits zu kombinieren, da vor allem die Rauminformationen von verschiedenen Toms, Snares und Kicks zum Teil wie Öl und Wasser aufeinander wirken. Unfreiwillig künstlich oder pappig, wie man das von vielen Konkurrenzprodukten gewohnt ist, klingt es aber so gut wie nie.

Nicht hundertprozentig zufriedenstellend finde ich die Lautstärkeverhältnisse der Instrumente innerhalb einiger Kits. Mal sind die Toms zu laut, mal drängen sich die Becken in den Vordergrund. Um Lautstärkeanpassungen vorzunehmen, muss man ins Menü einsteigen, denn das 2Box bietet hierfür keine realen Fader wie einige andere Sets in dieser Preisklasse.

Im Hinblick auf Effekte wird man beim 2Box mit einem zum Click-Tempo synchronisierbaren Delay, einem Flanger und einem 3-Band-Equalizer mit parametrischen Mitten versorgt. Als besonders praxisnah empfinde ich dabei die Möglichkeit, eigene Submixes für den Kopfhörerausgang und die sechs frei belegbaren Monoausgänge am Modul einrichten zu können. Eine leichte Bassanhebung soll nur auf den Line-Outs hörbar sein und dafür das Metronom nur auf dem Kopfhörer ? Kein Problem!

Wie bereits angedeutet: Die Möglichkeit, eigene Sounds in das Brain importieren zu können und dabei einen vergleichsweise opulenten Speicherplatz von insgesamt vier Gigabyte zur Verfügung zu haben, ist eine der Besonderheiten des 2Box DrumIt Five Mk2. Dazu ist zunächst eine Verbindung mit einem Rechner nötig, der das Modul als USB-Massenspeicher erkennt, so dass keine weiteren Treiberinstallationen nötig sind. Etwas schade ist dabei, dass die Schnittstelle auf die Datenübertragungsrate von USB 1.1 beschränkt ist. Bei einem umfangreichen Datentransfer zwischen PC und Brain - wie zum Beispiel einer sehr empfehlenswerten Sicherungskopie des kompletten Brain-Speichers - ist also Abwarten und Teetrinken angesagt. Das Brain unterscheidet zwischen vier verschiedenen Typen von importierbaren Files: Songs, Loops, User-Kits und eigene Multisamples. Im Speicher des Moduls sind von vorneherein einige Jam-Tracks ohne Drums vorhanden. Wer eigene Playalongs oder ganz einfach Songs zum Mitspielen hat, kann diese direkt ins Brain kopieren und erspart sich so beispielsweise den Anschluss eines MP3-Players. Die Audiofiles müssen allerdings im unkomprimierten WAV-Format vorliegen, da das DrumIt Five keine MP3-Unterstützung bietet. Das Gleiche gilt auch für die Loop-Funktion. Sauber geschnittene WAV-Dateien können mit dem Loop-Converter ins 2Box-Format gewandelt, einem Pad zugewiesen und daraufhin in einfacher Ausführung oder als Endlosschleife getriggert werden.

Eigene Kit-Bänke können über die Bedienelemente am Brain selbst, aber auch mit dem Kit-Editor gestaltet werden. Darüber hinaus können mit dem Editor auch Loops, Multi-Zonen- und Hi-Hat-Sounds erstellt werden. Der zentrale und letztendlich interessanteste Punkt ist aber das Importieren eigener Multisamples. Um dies zu testen, verfrachte ich eine Kick, eine Snare und drei Toms aus der Custom-&-Vintage-Erweiterung des Superior Drummer 2 von Toontrack in das Hirn des DrumIt Five. Gerade der naturbelassene Sound dieser Software-Library schien mir ein guter Gegenpol zum hochpolierten und sehr druckvollen Klang der Werkskits zu sein. Und ja, es funktioniert tatsächlich! Da die komplexen Multichannel-Samples der Software in diesem Fall in Stereo-Samples umgerechnet werden, schränkt sich auch der bekanntlich hohe Speicherbedarf solcher Libraries ein. Eine Snare mit knapp 40 Velocity-Layern nahm in meinem Test etwa acht Megabyte in Anspruch. Gespeichert wird auf einer SD-Card, die im Gehäuse verborgen an ihrem festen Platz sitzt. Bastelfreudige Heimwerkergemüter haben diese 4GB-Karte angeblich durch eine kompatible 64GB-Version ersetzt oder sogar einen Slot zum Austausch der Karte angebracht. Garantieansprüche hat man in diesem Fall aber natürlich keine mehr.

Die Prozedur, eine Trommel aus einer Library im DrumIt Five spielbar zu machen, ist zwar nicht mit drei Mausklicks erledigt, geht nach einigen Testläufen aber gut von der Hand. Für alle, die es interessiert, folgt hier eine kleine Kurzanleitung:

- Den Sound im Mixer des Plug-Ins anpassen: Vor allem die Raumkanäle sollten so eingestellt werden, dass der Klang des kompletten Sets rund wirkt.

- Die Anzahl der vorhandenen Velocity-Layers der zu importierenden Trommel herausfinden: Im Superior Drummer 2 ist dies machbar, indem man mit den Layer-Eingrenzungen auf der Construction-Page spielt und überprüft, ab welcher Grenze keine neuen Samples mehr geladen werden.

- Eine MIDI-Spur mit entsprechend verteilten Anschlägen auf dem zu importierenden Instrument erstellen: Wichtig ist hier, darauf zu achten, dass zwischen den Anschlägen genügend Zeit vergeht, um jedes Sample komplett abklingen zu lassen.

- Die MIDI-Spur bouncen, normalisieren und schneiden (in dieser Reihenfolge!): Zu lange Schnipsel kosten Speicherplatz. Es empfiehlt sich also, komplett "stille" Bereiche zu kürzen. Ein kurzes Fade-Out für die einzelnen Schnipsel kann nicht schaden, da man auf diesem Weg mögliche Artefakte sicher umschifft.

- Die einzelnen Dateien im 2Box Sound-Editor öffnen und eine neue DSND-Datei erzeugen: Der Editor analysiert das Material auf seine Lautstärke hin und ordnet die Samples automatisch sinnvoll an.

Ein wichtiges Thema im Bereich E-Drums sind die Latenzen. Hierbei geht es um die Zeitspanne zwischen dem Anschlag auf dem Pad und dem darauf folgenden Audiosignal am Output. Mit fünf Millisekunden schlägt sich das DrumIt Five Mk2 im Vergleich zur Konkurrenz sehr gut. Selbst das Roland-Flaggschiff TD-30 bietet hier kaum bessere Werte. Spürbar werden Latenzen ab etwa zehn Millisekunden.

Guter Wert: Fünf Millisekunden Latenz haben keinen negativen Einfluss auf das Spielgefühl

Fazit

(4 / 5)

Das 2Box DrumIt Five Mk2 hat trotz der tollen Optik kleine Schwachpunkte: Die Editierung am Gerät sorgt durch das kleine Display nicht gerade für Erheiterung, der USB-Port ist verhältnismäßig langsam, es fehlt die Möglichkeit, MP3s abzuspielen, die Erkennung der Beckenzonen ist etwas ungenau, die Kits sind teilweise lautstärkemäßig nicht optimal abgestimmt und einige Sounds rauschen hörbar. Wenn man sich allerdings mit all diesen Punkten arrangieren kann, dann bekommt man ein gutes E-Drumset, das es in Sachen Klang und Spielgefühl sogar mit so einigen teureren Top-Modellen der bekannten Hersteller aufnehmen kann. Abgesehen von den hochwertigen und eigenständigen Werkskits, dem flexiblen internen Routing und der Möglichkeit, verschiedene Felle zu verwenden, bietet das DrumIt Five Mk2 die Möglichkeit, Samples aus den viel gerühmten Software-Libraries zu importieren und sich so auf der Bühne oder im Proberaum das bisher obligate Notebook mit Audio-Interface zu sparen. Dadurch kann es als offenes System bezeichnet werden, das Soundenthusiasten den großen Vorteil bietet, stets auf die neuesten Klangkreationen zugreifen zu können. Mit all diesen Features richtet sich das DrumIt Five Mk2 in erster Linie an ambitionierte Live-Drummer, die größten Wert auf Individualität legen. Für die klassische E-Drum-Klientel, nämlich die Tanzmusik- und Top 40-Drummer gibt es Sets anderer Hersteller, die von der Soundauswahl vielleicht weniger originell sind, dafür aber bessere "Plug & Play"-Qualitäten liefern. Eine ebenso wichtige Konsumentengruppe sind die Hobby-Drummer, die sich ein E-Drum-Set zum Üben in den heimischen Keller stellen. Auch für diesen Teil der Kundschaft gibt es besser geeignete Konkurrenzprodukte, die spezielle, ausgeklügelte Übe- und Play-Along-Funktionen bieten.

  • Pro

  • angenehmes Spielgefühl

  • gute, eigenständige Sounds

  • fein abgestufte Dynamik

  • geringe Latenz

  • Import eigener Multisamples möglich

  • flexibles internes Routing

  • stabiles Aluminium-Rack

  • Contra

  • Zonentrennung und Ansprechverhalten der Beckenpads nicht optimal

  • Lautstärkeverhältnisse innerhalb der Kits teilweise unausgewogen

  • Hi-Hat-Stativ dreht sich

  • langsamer USB-1.1.-Port

  • Technische Spezifikationen

  • Soundmodul

  • Anzahl der Drumkits: 100

  • Anzahl der Sounds: 293

  • Effekte: EQ / Echo / Flanger

  • Übefunktionen: Nein

  • Fader für Kanallautstärken: Nein

  • Sequenzer: Nein

  • Trigger Eingänge: 10

  • Aux In: Ja

  • Stereo Ausgang: Ja

  • Kopfhörerausgang: Ja

  • Einzelausgänge: 6

  • Fußschalter: Nein

  • MIDI: In/Out

  • USB Port: Ja

  • USB Memory: Nein

  • Digital Out: Nein

  • Pads

  • Bassdrum-Pad: 14" / 1 Zone

  • Snaredrum-Pad: 12" / 2 Zonen

  • Tom-Pads: 3 x 10" / 2 Zonen

  • Spielflächen der Trommelpads: Mesh Heads (einlagig)

  • Crashbecken-Pad: 14" / 3 Zonen

  • Ridebecken-Pad: 14" / 3 Zonen

  • Hi-Hat-Pad: 12" / 3 Zonen

  • Spielflächen der Beckenpads: Gummi

  • Zubehör:

  • Bassdrum-Pedal: Ja

  • Hi-Hat-Maschine: Ja

  • Besonderheiten: 4GB Flash-Speicher zum Import eigener Multisamples

  • Preis: € 2498,00 (UVP)